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USA prahlen mit Bombardierung irakischer Insel – "So sieht ein 36-Tonnen-Bomben-Abwurf aus"

USA prahlen mit Bombardierung irakischer Insel – "So sieht ein 36-Tonnen-Bomben-Abwurf aus"
Die von den USA geführte Koalition startete am 10. September einen massiven Luftangriff im Irak auf eine vom Islamischen Staat "verseuchte" Insel. Dabei hatte US-Präsident Trump in jüngster Vergangenheit immer wieder behauptet, dass die USA das Terrorkalifat des IS zu 100 Prozent besiegt haben. Laut Angaben der Verantwortlichen der Operation diente diese dazu, zu verhindern, dass sich "IS-Kämpfer in der dichten Vegetation der Insel verstecken".

Laut offizieller Erklärung nahmen US-Kampfjets der Typen F-15 und F-35 an dem Luftangriff teil und warfen Bomben mit einem Gesamtgewicht von 36 Tonnen über der Insel ab. Das Video ist mit martialischer Musik unterlegt und erscheint inmitten zunehmender Spannungen zwischen Washington und Bagdad.

Gegen Ende des Videos werden mehrere irakische Offiziere gezeigt, die dabei zusehen, wie Dutzende Rauchsäulen von der Insel aufsteigen, und lächeln, während US-Berater sie begleiten.

Die Militäraktion wurde im Rahmen der im Jahr 2014 eingeleiteten Anti-IS-Operation Inherent Resolution durchgeführt. 

Jüngst nehmen die Spannungen zwischen der US-amerikanischen und der irakischen Regierung wieder zu. Mitglieder des irakischen Parlaments unternehmen Schritte, um ein im Jahr 2008 zwischen Washington und Bagdad unterzeichnetes Sicherheitsabkommen zu ändern oder gar zu beenden.

Zwar soll es noch kleinere IS-Zellen im Irak geben, aber die Miliz gilt weitgehend als besiegt, wie US-Präsident Donald Trump betonte und wiederholt behauptete, die Terrororganisation sei zu 100 Prozent geschlagen. Mit dem Hintergrund sind viele Iraker der Meinung, dass es an der Zeit sei, dass die US-Truppen abgezogen werden und das Land verlassen.

Zum politischen Dissens kommt hinzu, dass die USA zu "schwach" auf die jüngsten Angriffe auf Basen der vom Iran und der Türkei unterstützten Volksmobilmachungskräfte (PMF) reagiert haben. Dieses Bündnis, das seit 2015 als ein offizielles Organ der irakischen Streitkräfte gilt, hatte eine wichtige Rolle im Kampf gegen den IS. Die PMF gibt Israel die Verantwortung für die Angriffe. 

Hinzu kommt, dass die USA zusammen mit Großbritannien den Irak im März 2003 mit der Behauptung überfielen, dass das Land Terroristen unterstützt habe, die am 11. September 2001 New York und Washington angegriffen hatten, und der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt habe. Beide Behauptungen erwiesen sich lange vor 2011, als sich die US-Besatzungstruppen schließlich zurückzogen, als falsch. Viele Völkerrechtler bezeichnen den Überfall als grob völkerrechtswidrig. Während der ehemalige US-Präsident George Bush behauptete, dass bei dem Krieg 30.000 Menschen starben, kommen verschiedenste Studien auf weit über 500.000 Todesopfer, andere sogar auf über eine Million getöteter Zivilisten. Auch der Abu-Ghuraib-Folterskandal, bei dem US-Soldaten Menschen auf grausamste Art folterten, vergewaltigten und töteten, kommt erschwerend zur allgemeinen Stimmung über die US-Truppen im Land hinzu. Seit 2014 sind die US-Truppen zurück im Irak, um gegen den IS zu kämpfen.

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