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Syrien: Türkischer Militärkonvoi nach angeblichem Luftangriff durch syrische Armee gefilmt

Syrien: Türkischer Militärkonvoi nach angeblichem Luftangriff durch syrische Armee gefilmt
Dutzende von türkischen Militärfahrzeugen sind gestern auf einer Autobahn in der Nähe der nordwestsyrischen Stadt Maarat al-Nu'man gefilmt worden, nachdem das türkische Verteidigungsministerium behauptete, sie seien am Montag unter Luftangriffe geraten. Syrien und die Türkei werfen sich nun gegenseitig vor, gegen Abmachungen verstoßen zu haben.

Die syrische Luftwaffe soll gestern Morgen in unmittelbarer Nähe des türkischen Konvois nahe eines von Militanten besetzten Gebiets im Süden von Idlib Luftangriffe durchgeführt und dabei auch fast die Fahrzeuge des Konvois getroffen haben. Videos zeigen, wie nahe des Konvois Rauchschwaden aufsteigen.

Der türkische Militärkonvoi sei laut türkischen Angaben zwischen zwei Beobachtungspunkten zur Kontrolle der Waffenruhe nach dem Astana-Abkommen in Nordsyrien unterwegs gewesen.

Syrien hingegen behauptet, dass der Konvoi Waffenlieferungen für Extremisten in Chan Scheichun geladen hatte, dem Schauplatz der jüngsten heftigen Kämpfe zwischen der Syrisch-Arabischen Armee und Militanten. Letztere benötigten angesichts der Gebiets- und Machtverluste dringend neue Kampfmittel.

Laut dem türkischen Verteidigungsministerium wurden drei Zivilisten getötet und zwölf weitere bei einem Luftangriff auf den Konvoi verwundet. Es wurde nicht erläutert, wie sie in eine militärische Operation verwickelt waren. In anderen Berichten heißt es, dass zwei der Toten Militante waren, die den Konvoi begleiteten.

Das syrische Außenministerium vermeldete gestern: "Türkische Panzerfahrzeuge mit Munition haben die syrische Grenze verletzt und sind in die Stadt Saraqib eingefahren. Sie bewegen sich in Richtung Chan Scheichun."

Ankara hingegen meint, der Angriff auf ihren Militärkonvoi verstoße gegen das Abkommen zwischen Russland, der Türkei und dem Iran.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte dazu, es wurde immer betont, dass Angriffe der Terroristen in Idlib niedergeschlagen werden, und man auch mit dem türkischen Militär ständig in Kontakt stehe.

"Während des ganzen Jahres haben diese Provokationen nicht aufgehört", sagte er in Bezug auf die Angriffe der Terroristen in Idlib.

Die türkischen Kollegen seien in jedem Fall gewarnt worden, dass "wir reagieren würden, und diese Praxis kann nicht aufhören, weil das Abkommen über Idlib keine Ausdehnung des Waffenstillstands auf Terroristen vorsieht", womit Lawrow darauf anspielte, dass Terroristen schon immer von diesem Waffenstillstand ausgenommen waren.

Laut dem Abkommen, das vor knapp einem Jahr in Sotschi ausgehandelt wurde, müssen schwere und mittlere Waffen der Militanten 20 Kilometer von den Linien der Deeskalationszone von Idlib entfernt sein.

Auf Ersuchen Russlands erklärte sich die syrische Regierung bereit, die Region nicht mit Gewalt zurückzuerobern, um Verluste unter Zivilisten zu vermeiden. Ankara wiederum sollte verhindern, dass neue Kämpfe aufflammen. Dazu stellte die Türkei eine Reihe von Beobachtungsposten entlang der Provinzgrenze auf, um die Waffenruhe zu überwachen.

Der Plan ging jedoch nie ganz auf. Immer wieder kam es zu Konfrontationen zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen und der Syrisch-Arabischen Armee. In der jüngsten Vergangenheit sollen die Terroristen in der Provinz Idlib, die an die Türkei grenzt, immer wieder den Waffenstillstand gebrochen haben, woraufhin die syrische Armee die Terroristenformationen angriif.

In jüngster Zeit war es bei Chan Scheichun zu heftigen Kämpfen zwischen den Regierungstruppen und der führenden islamistischen Gruppe in der Stadt gekommen – Haiʾat Tahrir asch-Scham, früher bekannt als Nusra-Front. Die syrischen Truppen sollen bereits mehrere Gebiete eingenommen haben.

Diese Aufnahmen sollen die Kämpfe um Chan Scheichun zeigen:

Die Provinz Idlib ist der letzte große Teil Syriens, der weitgehend von verschiedenen bewaffneten Gruppen kontrolliert wird, darunter islamische Extremisten.

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