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"Schande für die französische Nation" – Varoufakis legt sich in Paris mit Polizisten an

"Schande für die französische Nation" – Varoufakis legt sich in Paris mit Polizisten an
Der frühere griechische Finanzminister und jetzige Abgeordnete Yanis Varoufakis ist nach einer Passkontrolle im Hauptflughafen von Paris heftig mit einem Polizisten aneinandergeraten. Dieser habe sich laut dem griechischen Politiker grob verhalten, ihn geschubst, obwohl er selbst kooperativ gewesen sei. "Sie sind eine Schande für die französische Nation ", warf Varoufakis dem französischen Grenzpolizisten vor, wie Aufnahmen des Vorfalls zeigen, die online veröffentlicht wurden.

Der Vorfall wurde am Pariser Flughafen Charles de Gaulle gefilmt, nachdem der Grenzpolizist an der Fluggastbrücke eines Athen-Fluges Pässe überprüfte.

Varoufakis schreibt auf seinem Blog gar, dass der Vorfall sinnbildlich für die Tendenz zu einem blinden Autoritarismus in der Europäischen Union stehe.

"Gestern Nachmittag ereignete sich auf dem Pariser Flughafen ein kleines Drama, als ich das Flugzeug verließ, das mich aus Athen herübergebracht hatte. Er spricht Bände über den Zustand unserer Europäischen Union und die Tendenz zu einem blinden Autoritarismus."

Er schreibt weiter: "Ohne ersichtlichen Grund nahm es sich ein französischer Polizist heraus, feindselig zu sein und mich nach einer Überprüfung und Rückgabe meines Reisepasses grob zu behandeln. [...]

Als europäischer Bürger weigere ich mich, die Normalisierung eines solchen Verhaltens bei jedem Grenzübertritt in die Europäische Union zu akzeptieren, insbesondere bei den Grenzen des Schengener Vertrags, die die Europäische Union beseitigen sollte."

Deshalb habe er über seine Anwälte offizielle Beschwerde gegen den Polizisten eingereicht. Der besagte Polizist wiederum wolle Beschwerde wegen Verleumdung gegen Varoufakis einreichen, heißt es.

Dazu schrieb der griechische Abgeordnete:

"Ich war amüsiert zu hören, dass der Täter-Polizist plant, mich (...) zu verklagen. Das ist natürlich absurd. Denn wenn ich in irgendeiner Weise gegen das Gesetz verstoßen hätte, hätte er mich festnehmen sollen."

Er schildert folgenden Sachverhalt: Der Beamte stand vor dem Ausgang der Fluggastbrücke und forderte ihn auf, seinen Pass zu zeigen.

"Ich habe ihm meinen Reisepass vorgelegt, wie angeordnet. Obwohl er zufrieden schien, da der Pass in Ordnung war, schien er zögerlich, ihn zurückzugeben, und hatte einen feindlichen Gesichtsausdruck."

Der Polizist gab ihm dann aber den Pass zurück, jedoch stellte er sich Varoufakis in den Weg, als er gerade gehen wollte.

"Er positionierte sich in der Mitte des Korridors, hatte seinen Ellbogen ziemlich aggressiv ausgestreckt, sodass mir kaum Platz blieb, um an ihm vorbeizugehen, ohne ihn zu berühren."

Als dann sein rechter Ellbogen den des Polizisten berührte, habe der Polizist "heftig" reagiert.

"Ich sah ihn an und sagte, dass es für einen Offizier unangebracht sei, sich so einem Besucher gegenüber zu verhalten. Als Antwort packte er meinen Pass und forderte mich auf, mich an die Wand zu stellen. Ich weigerte mich und verlangte sofort, mit seinem Vorgesetzten zu sprechen."

Die Aufnahmen zeigen, was dann geschah. Varoufakis wirft dem Polizisten vor: "Sie sind gewalttätig und unhöflich. Ich vertraue Ihnen nicht. (...) Sie sind ein problematisches Mitglied der Polizei, eine Schande für Ihre Nation."

Der Beamte fordert den Ex-Finanzminister auf, ihm zu folgen, aber der lehnt ab. Als ein anderer fragt, warum Varoufakis nicht gehen kann, sagt er: "Er lässt mich nicht!" und zeigt auf den Beamten.

Dann geht er die Fluggasttreppe auf und ab und sagt dem Beamten: "Ich werde tun, was ich will, ich werde auf und ab gehen. Sie können mich nicht aufhalten, auch wenn Sie wollen. Ich fordere Sie heraus!"

Nach Angaben der Athener Nachrichtenagentur AMNA wurde Varoufakis kurzzeitig festgehalten, nachdem zwei weitere Beamte zur Beilegung des Konflikts hinzugezogen worden waren, aber nicht festgenommen. Er bekam anschließend seinen Reisepass zurück und durfte gehen. 

"Ich bitte die französische Polizei offiziell um eine formelle Entschuldigung", sagte Varoufakis gegenüber AFP

Anschließend twitterte er über den Vorfall und sagte, er habe eine "Vorstellung" von der Repression in der "degradierenden" EU erhalten, die "dort lauert, wo man es am wenigsten erwartet".

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