icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Bloss kein Dialog mit den Russen! Ukrainischer Sender stoppt Show nach Morddrohungen und Protesten

Bloss kein Dialog mit den Russen! Ukrainischer Sender stoppt Show nach Morddrohungen und Protesten
Ein ukrainischer Sender hatte geplant, eine "politisch neutrale" Diskussion zusammen mit dem führenden russischen Sender zu initiieren, um Zuschauern von verschiedenen Seiten ein Mitspracherecht zu geben. Nachdem dessen Mitarbeiter mit Morddrohungen, gesellschaftlichem Druck sowie Protestlern vor dem Betriebsgebäude konfrontiert sahen, sah sich der Sender gezwungen, die geplante Show auf Eis zu legen.

Der Titel der gemeinsamen Debattenshow von NewsOne und Russlands meistgesehenem Sender Rossiya 1 sollte "Wir müssen miteinander reden" lauten. Eigentlich sollte die Show am Freitag ausgestrahlt werden und Menschen aus beiden Ländern eine Stimme geben, ohne sich mit kontroversen politischen Fragen befassen zu müssen.

Der ukrainische Sender NewsOne verteidigte die gemeinsame Show am Sonntag noch folgendermaßen: "Die Idee einer 'Wir müssen Reden' -Telekonferenz zwischen den Leuten im NewsOne Studio und den Leuten in Russland verursachte eine echte Flut von Zuschriften und Anrufen von unseren Zuschauern. Sie freuen sich und haben großes Interesse an dieser Veranstaltung.

Erinnern wir uns daran, dass es die Telekonferenz [Weltraumbrücke] von [Phil] Donahue und [Wladimir] Pozner in den 1980er Jahren war, die dank der Politik die Kommunikation zwischen den Nationen im Zustand des Kalten Krieges initiierte. Heute warten in der Ukraine etwa 70 Prozent der Menschen auf direkte politische Verhandlungen mit Russland.

Wenn heute jeden Tag ukrainische Soldaten sterben und die Politik der früheren und gegenwärtigen Behörden weiterhin im Leerlauf bleibt, betrachten wir es als unsere journalistische Pflicht, in einen solch offenen Dialog zwischen den Völkern der Ukraine und Russlands einzutreten. Und wir wollen die Politiker zwingen, um des Friedens willen zu verhandeln."

Am Montagabend erklärte NewsOne jedoch:

"Wir vom Fernsehsender NEWSONE, verurteilen nachdrücklich die Tatsache, dass die rechtsextremen Radikalen beispiellosen Druck ausgeübt haben und dass die Journalisten des Fernsehsenders im Zusammenhang mit ihren beruflichen Pflichten eingeschüchtert wurden. Leider gehört die Ukraine bei der Zahl der Fälle von Gewalt gegen Medienschaffende, um ihre Aktivitäten behindern, seit Langem zu den führenden der Welt. [...]

Noch besorgniserregender ist, dass die Zerstörung dieser Weltraumbrücke auf Kosten des starken Drucks jener sozialen Bewegungen und paramilitärischen Organisationen erfolgte, die in den Berichten vieler internationaler Menschenrechtsorganisationen als extremistisch und sogar neonazistisch eingestuft werden. Vor diesem Hintergrund ist es überraschend, dass die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden und die ukrainische Regierung nicht vollständig auf solche Aktionen der Radikalen reagieren."

"Wir hoffen, dass diese Fakten sowohl von den EU-Institutionen insgesamt als auch von den am Normandie-Format teilnehmenden Ländern eingehend untersucht und gebührend berücksichtigt werden."

Die Aufnahmen zeigen Dutzende von Menschen - teilweise maskiert - die gestern den Sitz des ukrainischen Kanals belagerten. Sie brachten Plakate mit anti-russischen Slogans mit, schleuderten auf das Gelände des Senders Leuchtraketen und sprühten auf ein Fenster: "Russland muss sterben."

Auch der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskyj, zeigte sich wenig begeistert von der Idee, Menschen beider Länder in den Dialog treten zu lassen. Er sprach von einem "billigen, aber gefährlichen PR-Stunt", der die Ukrainer in zwei Lager unterteilen sollte.

Auch der ukrainische Geheimdienst SBU nahm den Kanal ins Visier und forderte andere Regierungsstellen auf, ihn zu sanktionieren, weil er "dem Angreiferland" geholfen hat, das zu führen, was er als "eine antiukrainische Propagandakampagne" bezeichnet. Später am Tag schloss sich der SBU mit der Generalstaatsanwaltschaft zusammen, um den angeblichen "Staatsverrat" zu untersuchen und das Management von NewsOne zu verhören.

NewsOne ist im Verlauf der Jahre bereits Angriffen von Rechtsradikalen ausgesetzt gewesen. Ihre Reporter wurden von radikalen Nationalisten beschimpft und angegriffen, während sie über öffentliche Ereignisse in der Hauptstadt und darüber hinaus berichteten.

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen