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WikiLeaks: "Kämpfen, damit Assange nicht für die Wahrheit vor Geheim-Gericht in USA landet"

WikiLeaks: "Kämpfen, damit Assange nicht für die Wahrheit vor Geheim-Gericht in USA landet"
WikiLeaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson ist sich sicher, dass die Entscheidung der schwedischen Staatsanwaltschaft, den Fall gegen Julian Assange wegen angeblicher Vergewaltigung neu aufzurollen, keine Überraschung und außerdem eine stark politisierte Entscheidung war. Dies erklärte er gestern, als er per Live-Schalte aus Reykjavík sprach.

Hrafnsson erklärte, dass Assange "immer bereit und willens war, im Laufe all der Jahre mit den schwedischen Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten, und ich gehe davon aus, dass er diese Gelegenheit begrüßen wird, um seinen Namen nicht beschmutzen zu lassen und diese Angelegenheit zu beenden".

Der isländische Journalist behauptete, dass die Dokumente im Zusammenhang mit der angeblichen Vergewaltigung absichtlich durchgesickert seien.

"Es gibt viele Anomalien in diesem stark politisierten Prozess, die sich auf Julians Position weltweit beziehen. Die Anwaltschaft in Großbritannien war in diesem Fall der Hauptakteur", sagte der WikiLeaks-Chefredakteur.

Hrafnsson fügte hinzu, dass, wenn Assange nach Schweden ausgeliefert wird, politischer Druck auf die schwedischen Behörden ausgeübt werde, ihn an die Vereinigten Staaten weiter auszuliefern.

"Die Behandlung der Angelegenheit durch die schwedischen Behörden wurde vom Ausschuss der Vereinten Nationen heftig kritisiert. Und es ist sehr schwer zu glauben, dass er die Möglichkeit zu einem fairen Prozess in Schweden, im Vereinigten Königreich oder in den Vereinigten Staaten hat."

"Wir kämpfen hier am Ende gegen eine Anklage und eine Strafverfolgung vor einer geheimen Jury in den Vereinigten Staaten für die Veröffentlichung wahrheitsgemäßer Informationen. Das ist der Kern der Sache", schloss der WikiLeaks-Chefredakteur.

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Schwedische Staatsanwälte brachen die Ermittlungen 2017 ab, da sie mit ihnen nicht fortfahren konnten, solange Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London lebte. Der Gründer von WikiLeaks sah sich auch mit einer Ermittlung wegen einer zweiten geschlechtsspezifischen Anschuldigung konfrontiert, die 2015 aber fallengelassen wurde, da die Verjährungsfrist abgelaufen war. Er bestreitet beide Vorwürfe strikt.

Am 11. April beantragte ein Anwalt für eine der beteiligten Frauen die Wiederaufnahme der Untersuchung.

Nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London befindet sich Assange nach seiner Verhaftung im April in Großbritannien im Gefängnis. Er wurde wegen Kautionsverletzung zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt. Seine Unterstützer fürchten, dass der Fall in Schweden nur wieder aufgenommen wurde, um ihn am Ende in die USA auszuliefern. Assange hatte Hunderttausende Geheimdokumente der USA veröffentlicht, die ihm ein Whistleblower zuspielte. Unter anderem wurden so Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak enthüllt.

Die USA haben seine Auslieferung aus Großbritannien gefordert, um ihn in den USA wegen "computerbezogener" Verbrechen verurteilen zu können. Ecuador ließ Assange durch Großbritanniens Behörden jedoch mit der Bedingung verhaften, dass sie garantieren, dass dieser nicht in ein Land ausgeliefert werden würde, in dem ihm Folter oder gar die Todesstrafe drohen. Ein solches Land sei die USA. Deshalb vermuten Assanges Unterstützer, dass damit diese Zusage an Ecuador umgangen werden soll. Großbritannien liefert ihn nach Schweden aus, wo ihm weder Folter noch Todesstrafe drohen, und aus Schweden könnte er dann in die USA ausgeliefert werden. 

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