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Toulouse: Bewaffneter mit "Gelbwesten-Verbindung" nimmt vier Frauen als Geiseln

Toulouse: Bewaffneter mit "Gelbwesten-Verbindung" nimmt vier Frauen als Geiseln
Ein bewaffneter Teenager hat gestern fast fünf Stunden lang vier Frauen in einem Geschäft als Geiseln genommen. Der Zwischenfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus, an dem auch die Eliteeinheit RAID beteiligt war. Das Gebiet wurde abgesperrt.

Der Mann hatte gegen 16:20 Uhr die Frauen als Geiseln genommen. Gegen 20:00 Uhr konnte die erste Geisel von Elite-Polizisten befreit werden. Wenig später kamen auch die anderen Geiseln aus dem Kiosk in Blagnac, einem Vorort von Toulouse, unverletzt frei. Der Geiselnehmer verschanzte sich weiterhin in dem Laden, der kurz darauf von Spezialeinsatzkräften gestürmt wurde. Sie überwältigten den 17-Jährigen und nahmen ihn fest. Während der Geiselnahme soll er drei Schüsse in die Luft abgeben und verlangt haben, mit einem Verhandlungsführer zu sprechen, obwohl er keine Forderungen stellte.

Die Ermittler kennen das Motiv des jungen Mannes bisher nicht. Der zuständige Staatsanwalt aus Toulouse Alzeari erklärte aber, dass dieser bereits wegen Gewalttaten, insbesondere gegen Polizisten, und wegen Diebstahls polizeibekannt ist. Er erwähnte auch, dass der Jugendliche bei einer Demonstration der Gelbwesten im Dezember festgenommen worden war. Außerdem berichtete er, dass der Geiselnehmer einen Brief in seinem Haus hinterlassen habe, in dem er "ziemlich depressiv wirkte" oder "sich zumindest Sorgen um seinen Gesundheitszustand machte". Darin hätte er auch die Gelbwesten erwähnt. Die Ermittler gehen aber nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Das ließ auch der Bürgermeister von Blagnac durchblicken.

Die Proteste der Gelbwesten dauern seit Monaten an und finden immer samstags in mehreren französischen Großstädten statt. Sie richten sich gegen die Austeritätspolitik unter dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

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