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"Von uns droht keine Hinterlist" – China reicht EU die Hand für Partnerschaft auf Augenhöhe

"Von uns droht keine Hinterlist" – China reicht EU die Hand für Partnerschaft auf Augenhöhe
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit europäischen Staats- und Regierungschefs, nach "beispiellosen" Gesprächen am Dienstag in Paris, mahnte der chinesische Präsident Xi Jinping, dass das derzeitige Klima des Wettbewerbs und der Reibung in der internationalen Gemeinschaft zu einer Erosion des Vertrauens geführt habe.

Jinping schlussfolgerte:

"Der internationale Wettbewerb und die Spannungen nehmen ungebremst zu. Geopolitische Manöver werden deutlich verstärkt. Das Vertrauen und die Zusammenarbeit in der internationalen Gemeinschaft sind untergraben worden. Gegenseitiges Vertrauen und Respekt sollten immer im Vordergrund stehen. Wir sollten nach gemeinsamen Punkten suchen und uns dabei die Meinungsverschiedenheiten durch Dialoge vergegenwärtigen."

Er ist der Meinung, dass die Beziehungen zwischen China und Europa kooperativ und trotz mancher "Divergenzen" insgesamt positiv seien.

Er strebe eine ehrliche Partnerschaft auf Augenhöhe an:

"Wir gehen gemeinsam und sitzen im gleichen Boot. Kein Misstrauen. Wir möchten uns nicht umsehen müssen und etwa die kleinen Aktionen unserer Partner überwachen, wenn wir doch gemeinsam gehen. Das ist wichtig. Wir wollen keine Angst vor hinterlistigen Angriffen haben müssen."

Zudem appellierte er an seine westlichen Partner, sich für eine gesunde Weltentwicklung einzusetzen:

"Beharren Sie auf gegenseitigem Nutzen und brechen Sie das Defizit für die Entwicklung. Die Globalisierung ist der Motor für das Wachstum der Weltwirtschaft.  Die Ideen von Anti-Globalisierung und Protektionismus wachsen. Ungleiche Einkommensverteilung und Ungleichgewicht in der Entwicklung verschiedener Regionen werden zum Hauptproblem der globalen Wirtschaftsführung."

Er sagte auch, dass China bereit wäre, die Regeln der WTO zu reformieren, wenn dies notwendig sei. Man wolle ein "offeneres Weltwirtschaftssystem" aufbauen.

Xi war gestern zu multilateralen Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker im Schloss Elysee zusammengekommen, wo sie über europäische und chinesische Angelegenheiten diskutierten.

Der US-Außenminister Mike Pompeo hatte bei seiner jüngsten "Osteuropa-Tour" erklärt, dass die USA den Einfluss Russlands und Chinas in Europa zurückdrängen wollen und mehr Mittel dafür in Aussicht gestellt.

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