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Italien: Senegalesischer Fahrer setzt Schulbus mit 51 Kindern wegen der Toten im Mittelmeer in Brand

Italien: Senegalesischer Fahrer setzt Schulbus mit 51 Kindern wegen der Toten im Mittelmeer in Brand
Es sei ein Wunder, dass niemand schwer verletzt wurde, erklärt der zuständige Staatsanwalt. Die Polizei hat vorbildliche Arbeit geleistet, als sie 51 Schüler aus der Gewalt eines Busfahrers rettete. Der aus dem Senegal stammende Busfahrer hatte am Mittwoch den Schulbus von der normalen Route entführt und die Kinder als Geiseln genommen. Er soll Schüler gefesselt und laut italienischen Behörden gesagt haben: "Das Sterben im Mittelmeer muss aufhören" und "Hier kommt niemand mehr lebend raus".

Der 47-jährige senegalesische Staatsangehörige Ousseynou Sy hatte allen Kindern die Handys abgenommen. Einer der Betreuer der Schüler schaffte es dennoch, die Polizei zu alarmieren, die das Fahrzeug stoppen konnte, indem sie eine Reihe von Kontrollpunkten errichtete, die der Fahrer noch zu durchbrechen versuchte. Der Entführer verlor dann aber die Kontrolle über das Fahrzeug und setzte schließlich den Bus in Brand. Die Polizei rettete die Schüler durch das Einschlagen der Fenster.

Als er festgenommen wurde, sagte der Fahrer, dass er gegen den Tod von Migranten im Mittelmeer protestiere, sagte Luca De Marchis, Kommandeur bei den Carabinieri, der italienischen Polizei. Ein Terror-Motiv könne nicht ausgeschlossen werden. Das Video zeigt den völlig ausgebrannten Bus. 12 Schüler und zwei Erwachsene mussten wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

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