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Russland: Mit Tränengas attackiert – Feministinnen werfen blumenverteilende Männer aus Café

Russland: Mit Tränengas attackiert – Feministinnen werfen blumenverteilende Männer aus Café
Es heißt, dass Frauen sich über Blumen freuen. Deshalb ist es am Internationalen Frauentag in Russland weit verbreitet, Frauen Blumen zu schenken. In einem Feministinnen-Café in Sankt Petersburg sieht man dies allerdings anders. Dort wurde eine Gruppe blumenverteilender Männer nicht gerade herzlich empfangen. Einer von ihnen wurde sogar mit Tränengas attackiert.

Die Videoaufnahmen zeigen eine Gruppe von Männern mit Tulpensträußen, die das Simona-Café in Sankt Petersburg  eine Einrichtung, die sich rühmt, den größten Teil des Tages frei von Männern zu sein – betritt. Es ist Donnerstag, einen Tag vor dem Feiertag am 8. März, der ganz den Frauen gewidmet ist. Die Feministinnen sind allerdings wenig erfreut über die männliche Präsenz in ihrer Frauenzone und protestieren lauthals gegen den unerwünschten Besuch.

Trotz der Proteste der Frauen im Raum sangen die Jungs – aus einer konservativen Jugendgruppe – Feiertagsgrüße, verschwanden aber angesichts der feindlichen Stimmung schnell wieder. Einem von ihnen gelang der Rückzug offenbar nicht schnell genug. Der Mann, der die Aktion filmte, bekam nämlich, bevor er flüchten konnte, eine Portion Pfefferspray ins Gesicht gesprüht.

Die Aktion löste eine hitzige Debatte im Netz aus. Diese wurde dann noch weiter angefacht, nachdem die feministische Gruppe eine erstaunliche Gegen-Protestaktion durchgeführt hatte. Dazu griff sie auf die Unterstützung eines nackten Mannes zurück, den sie bei eisigen Temperaturen auf die Stufen eines Standesamtes legten, ihn mit Tulpen bedeckten und einen abgerissenen Silikonpenis neben ihn stellten. Ein Schild daneben besagte: "Eure Blumen werden auf dem Grab des Patriarchats wachsen."

Die meisten Frauen in Russland freuen sich allerdings auf die Blumensträuße am 8. März oder erwarten sie sogar. Schließlich ist der Internationale Frauentag einer der beliebtesten Feiertage im ganzen Land.

Viele Nutzer im Netz lehnen die "feministische Aktion" deshalb ab. Während einige Nutzer sich über die Feministinnen lustig machen, meinen andere, dass solche extremen menschenverachtenden Aktionen die Debatte über reale Fragen der Ungleichheit behindern. Andere stimmen den Feministinnen zu, da die Männer offenbar selbst eine Aktion durchführten und die Quittung dafür bekamen.

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