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Prophezeite Eskalation an venezolanisch-kolumbianischer Grenze: Videos zeigen massive Zusammenstöße

Prophezeite Eskalation an venezolanisch-kolumbianischer Grenze: Videos zeigen massive Zusammenstöße
In der Grenzstadt San Antonia de Táchira brachen am Samstag gewaltsame Zusammenstöße aus, nachdem Lastwagen und Demonstranten versucht hatten, die verbarrikadierte Simón-Bolívar-Brücke zu durchbrechen, um US-amerikanische humanitäre Hilfe gegen den Willen der venezolanischen Regierung ins Land zu bringen.

Soldaten der venezolanischen Nationalgarde waren zu sehen, wie sie Geschosse und Tränengas abfeuerten, während Demonstranten auf beiden Seiten – einige unterstützten die humanitäre Hilfe, andere halfen den Soldaten – Steine und andere Wurfgegenstände warfen.

Einer der Demonstranten, der der venezolanischen Nationalgarde und Regierung gegenüber loyal ist, wandte sich an die mit den USA verbündeten kolumbianischen Regierung: "An die kolumbianische Oligarchie, die sich mit uns, den friedlichen Venezolanern, anlegen will: Wir werden alle weiter kämpfen, ich bleibe bei Chávez. Die Bolivarische Revolution wird heute und auch in Zukunft nicht enden. Wenn ihr die Revolution beenden wollt, müsst ihr uns schon töten. Lasst euch ein paar Eier wachsen. Wir kämpfen weiter."

Auf der kolumbianischen Seite der Grenze fanden sich zahlreiche Demonstranten zusammen, die gezielt die Konfrontation mit den Demonstranten und der venezolanischen Nationalgarde auf der anderen Seite der Grenzbrücke suchten und zu ihnen vordrangen.

Es kam zu schweren Auseinandersetzungen mit Verletzten und laut Kolumbien angeblich drei Toten.

Drei der Lkw mit humanitärer Hilfe brannten inmitten des Chaos ab. In internationalen Medien hieß es, dass die venezolanischen Grenzbeamten sie gezielt abgebrannt hätten. Videoaufnahmen zeigen allerdings, dass oppositionelle Demonstranten mindestens einen von ihnen mit einem Molotow-Cocktail trafen.

Von venezolanischer Seite hieß es, dass Dutzende bewaffnete Paramilitärs die Nationalgardisten permanent mit Brandbomben angriffen. "Unter den beiden Brücken (Simón Bolívar und Santander) stellte eine beträchtliche Anzahl von Verbrechern und Paramilitärs unter dem wohlwollenden Blick der kolumbianischen Nationalpolizei und der kolumbianischen Nationalarmee Molotow-Cocktails her", sagte ein lokaler Beamter.

Auch die Videoaufnahmen zeigen Demonstranten, die Objekte auf die Polizei werfen.

In anderen Aufnahmen, die von der kolumbianischen Migrationsbehörde gefilmt wurden, sind Venezolaner zu sehen, die an der Simón-Bolívar-Brücke in La Parada die Grenze zu Kolumbien erstürmen, hektisch über die Grenzbarrieren klettern und Tore einrennen, um Kolumbien zu erreichen. Eine Frau liegt mit blutverschmiertem Gesicht inmitten des Chaos auf dem Boden. Außerdem sind vier Soldaten zu sehen, die von der venezolanischen Nationalgarde desertierten und nach Kolumbien überliefen. Sie schütteln Mitgliedern der Bewegung Koalition Hilfe und Freiheit Venezuelas die Hände.

Nutzungsrechte: Kolumbianische Migrationsbehörde

Die Demonstranten zogen sich Samstagabend von der venezolanischen Grenze in Cucuta, Kolumbien zurück. Im Laufe des Tages sollen 285 Verletzte gemeldet worden sein, hauptsächlich durch Einatmen von Rauch und Tränengas. Einige Verletzungen seien durch Gummigeschosse und scharfe Munition verursacht wordenDie Demonstranten, Freiwillige und mindestens 64 berichtete Deserteure der venezolanischen Nationalgarde sollen sich in einem Lager in der Nähe der Grenze versammelt haben, um dort die Nacht zu verbringen.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro erklärte, dass es sich bei der Hilfe um eine Verschwörung der USA handelt, die einer psychologischen Kampagne zur Bewerbung einer US-Intervention in Venezuela diene. Die Hilfslieferungen wurden in Zusammenarbeit mit dem oppositionellen selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó auf den Weg gebracht, den die USA als offiziellen Präsidenten Venezuelas anerkennen. Dieser verweigerte bislang Gesprächsangebote der Regierung unter Maduro und verlangt dessen Rücktritt. Auf Ersuchen Guaidós wurden die von US-Militärflugzeugen bereitgestellten Hilfsgüter in der Grenzstadt Cúcuta gelagert und sollten dort von einer Reihe venezolanischer Freiwilliger über die Grenze gebracht werden. Die Regierung hatte von Anfang an erklärt, die Einfuhr der Hilfs-Lkw verhindern zu wollen. Dennoch hielten Kolumbien, die USA und Juan Guaidó an dem Vorhaben fest und planten die Einfuhr zu erzwingen und riefen die Menschen auf, sich an der Grenze zu versammeln.

Das ölreiche Land Venezuela steht unter massiven US-initiierten Sanktionen und verweigert deshalb alle "angeblichen Hilfen" aus den USA. Die russische Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa hatte gesagt, wenn die USA wirklich den Menschen in Venezuela helfen wollten, müssten sie ihre Sanktionen rückgängig machen und die eingefrorenen Konten der venozolanischen staatlichen Unternehmen freigeben.

Der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza sagte zu den US-Hilfen angesichts der massiven Blockade, mit der sich Venezuela konfrontiert sieht, schon vor Wochen: "Also wirklich: Eine Regierung, die Ihnen mit Gewalt droht, Ihnen mit einer Invasion droht, die anderen Ländern befiehlt, Sie zu blockieren, will sie Ihnen wirklich humanitäre Hilfe leisten? Bitte, um Himmels willen: Seien wir ehrlich, das wäre absurd. Das ist eine feindliche Regierung, die Dich erst umbringt und Dir dann [als edler Ritter] zur Hilfe eilt."

Hunderttausende Tonnen humanitärer Hilfe aus Russland und Hilfsangebote von China werden von Venezuela angenommen. Russland und China warnten die USA, ihre Verbündeten und Guaidó eindringlich davor, Hilfslieferungen erzwingen zu wollen. Dies könnte zu gewaltsamen Zusammenstößen und einer Verschärfung des Konflikts führen. Die Eskalation am Samstag war also absehbar. Dennoch hielten jene Parteien daran fest.

Auch internationale Hilforganisationen sehen die "erzwungenen Hilflieferungen kritisch. Der Präsident der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, Francesco Rocca, distanzierte sich von den US-Hilfen: Humanitäre Hilfe müsse neutral und unparteiisch sein und dürfe kein politisches Thema sein, erklärte er.

"Wir können eine Bevölkerung in der Frage der humanitären Hilfe nicht spalten, denn die humanitäre Hilfe ist immer neutral", sagte Rocca.
Deshalb hat die internationale Hilfsorganisation eigene Initiativen verstärkt. Sie verdoppelte ihr Jahresbudget für Venezuela und möchte aus dem Konflikt herausgehalten werden.

Die USA und ihre Verbündeten erwägen nun, weitere Sanktionen und Maßnahmen gegen Venezuela einzuleiten. US-Präsident Donald Trump hatte zudem mehrfach erklärt, dass für den Regime-Change in Venezuela alle Optionen auf dem Tisch liegen und er auch eine militärische Intervention nicht ausschließen wolle. Auch Guaidó appellierte via Twitter, alle Optionen in Betracht zu ziehen.

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