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Russland: "Egal, ob er stirbt!" – Wachmann wirft Patienten raus und lässt ihn auf Treppe liegen

Russland: "Egal, ob er stirbt!" – Wachmann wirft Patienten raus und lässt ihn auf Treppe liegen
Ein Video, das vor einem Krankenhaus in der russischen Stadt Petrosawodsk entstanden ist, zeigt einen Mann, der offenbar außer Stande ist aufzustehen, auf den Eingangstreppen in der winterlichen Kälte liegen. Wie sich herausstellte, hatte ihn wohl ein Wachmann rausgeschmissen und einem Passanten gesagt: "Kein Problem. Wenn er stirbt, bringen wir ihn in die Leichenhalle."

Der kranke Mann war einem Medienbericht zufolge mit einem Rettungswagen in das Hospital gebracht worden. Demnach erklärten Zeugen, dass im Krankenhaus gerade die Daten des Patienten aufgenommen wurden und dann ein Wachmann hinzukam, ihn packte und hinauswarf.

Das Video zeigt, wie er im Eingangsbereich auf den Treppenstufen liegt, offenbar nicht im Stande aufzustehen und sich zu artikulieren. Der Zeuge Denis, ein Mann, der seinen Großvater in dem Stadtkrankenhaus besuchen wollte, entdeckte den Mann auf den Treppen liegend, als er im Krankenhaus ankam. Er konnte nicht fassen, was er dort sah, ging in die Lobby und sagte dem Wachmann: "Da liegt ein Mann am Eingang." Daraufhin soll ihm der Wachmann entgegnet haben: "Wir brauchen ihn nicht", und fügte nach kurzer Diskussion hinzu, "es ist egal, ob er stirbt, wir bringen ihn dann in die Leichenhalle, kein Problem".

Denis zögerte nicht lange und rief die Polizei, was er dem Wachmann auch ankündigte. "Zwei Minuten später kam eine Krankenschwester angerannt und sagte, dass die Ärzte nichts über diesen Patienten wussten und der Wachmann für alles verantwortlich wäre", schilderte Denis. Auch die Aufnahmen zeigen, dass ein Arzt und eine Krankenschwester zum kranken Mann auf den Eingangstreppen hinauskommen, um den Patienten zu behandeln. Der in der Kälte liegende Patient wurde mit einem Rollstuhl ins Krankenhaus hineingeholt. Als die Polizei eintraf, fehlte von dem Wachmann jede Spur.

Der Krankenhausleiter gab einen knappen Kommentar zu dem Vorfall ab und sagte den Medien nur, dass er die Überwachungskamera-Aufnahmen überprüfen und die Identität des Wachmannes herausfinden wolle. "Wir werden herausfinden, wer er ist und wo er ist", sagte er.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein russisches Krankenhaus wegen der Nicht-Behandlung eines Patienten in die Kritik gerät und für hitzige Kommentare im Netz sorgt. 2017 zeichnete eine Überwachungskamera auf, wie ein stark alkoholisierter Mann auf einem Krankenhausflur in Smolensk seinen Tod fand, nachdem er zweimal stürzte und mit dem Kopf aufschlug. Obwohl er sich in einem Krankenhaus befand, kam erst nach 20 Minuten Hilfe. Zu spät, wie sich herausstellte. Der Mann starb nach elf Tagen im Koma.

Auch die Aufnahmen des jüngsten Vorfalls auf der Krankenhaustreppe in der russischen Stadt Petrosawodsk sorgen für wütende Kommentare über den Wachmann im Netz. Andere lobten und dankten dem Zeugen Denis für sein Eingreifen. 

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