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NATO-Generalsekretär: Europa in Reichweite russischer Raketen

NATO-Generalsekretär: Europa in Reichweite russischer Raketen
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bekräftigte seine Überzeugung, dass Russland nukleare Mittelstreckenraketen unter direkter Verletzung des INF-Vertrages einsetzt, und forderte Moskau auf, die Einhaltung des Vertrages wiederherzustellen. Stoltenberg sprach am Mittwoch in Brüssel im Vorfeld des Treffens der Verteidigungsminister der NATO.

"Russland verstößt weiterhin gegen den INF-Vertrag, indem es neue nuklearfähige Mittelstreckenraketen, die SSC-8-Raketen, einsetzt. Diese Raketen sind schwer zu erspähen, mobil und können europäische Städte erreichen, was uns allen Anlass zu großer Sorge gibt. Wir werden Russland weiterhin auffordern, die Einhaltung des INF-Vertrages wiederherzustellen", sagte Stoltenberg.

Stoltenberg sagte, das Ziel der NATO sei es, den Vertrag zu erhalten, was er mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow in München irgendwann in der Zukunft besprechen wolle.

"Es gibt also ein sechsmonatiges Zeitfenster, in dem Russland wieder zur Einhaltung des Vertrages zurückkehren kann, und wir fordern Russland weiterhin auf, die Einhaltung des Vertrages wiederherzustellen. Gleichzeitig planen wir eine Zukunft ohne den INF-Vertrag und mit mehr russischen Raketen", fügte Stoltenberg hinzu.

Nachdem die USA das INF-Abrüstungsabkommen von 1987 am 01. Februar 2019 aufgekündigt hatten, zog Russland einen Tag später nach. 

Nach den Worten Putins sollen keine neuen Verhandlungen mit den USA zu dem Thema geführt werden. "Wir wollen warten, bis unsere Partner reif genug sind, um mit uns einen gleichwertigen und sinnvollen Dialog über dieses wichtige Thema zu führen."

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Aufnahmen: NATO TV

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