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Thessaloniki: Mehrheit der Griechen dagegen – Proteste nach Parlamentsentschluss zu Namensdeal

Thessaloniki: Mehrheit der Griechen dagegen – Proteste nach Parlamentsentschluss zu Namensdeal
Wieder ist es in Griechenland zu Protesten von Gegnern der Namenseinigung mit Mazedonien gekommen. Laut Umfragen sind 66 Prozent der Griechen gegen das Abkommen. Der griechischen Regierung gelang es dennoch, die Namenseinigung mit dem Nachbarn mit ganz knapper Mehrheit durchs Parlament zu kriegen, nämlich 153 Abgeordnetenstimmen gegen 146. Das erzürnt viele Griechen, die ihrer Wut auf der Straße teils freien Lauf lassen.

Gestern eskalierte ein erneuter Protest gegen die bilaterale Vereinbarung in Thessaloniki. Es gab chaotische Szenen vor dem Konzerthaus in Thessaloniki, da es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen ist. Immer wieder brüllten Demonstranten "Verräter" und blockierten Straßen. Berichten zufolge wurden viele von ihnen später verhaftet.

Der Protest fand zwei Tage lang statt, nachdem das griechische Parlament in Athen am Freitag den dementsprechenden Gesetzentwurf zur Genehmigung der Namensänderung Mazedoniens in die Republik Nordmazedonien angenommen hatte, um den nördlichen Nachbarn Griechenlands vom gleichnamigen griechischen Gebiet zu unterscheiden.

Dem geht ein 27-jähriger Streit mit der ehemaligen jugoslawischen Republik voraus, die sich heute wünscht, in die NATO und EU einzutreten. Die Griechen haben eine eigene Region namens Mazedonien und deshalb den Namen des NATO-Anwärters angefochten, da der gleiche Name auch Gebietsansprüche auf die griechische Region Makedonien impliziere. Mazedonien kam den Griechen nun entgegen, da diese einen EU- und NATO-Beitritt Mazedoniens so lange blockieren wollten, bis dieses seinen Namen ändert.

Das mazedonische Parlament hatte die dementsprechende Verfassungsänderung bereits am 11. Januar verabschiedet.

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