icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Demonstranten-prügelnder Ex-Leibwächter Macrons verweigert Anworten bei Senatsanhörung

Demonstranten-prügelnder Ex-Leibwächter Macrons verweigert Anworten bei Senatsanhörung
Der schwer in die Kritik geratene Ex-Sicherheitsmitarbeiter von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, Alexandre Benalla, weigerte sich in einer Senatsanhörung am Montag in Paris wiederholt, Fragen zu seinen Diplomatenpässen und zu seiner beruflichen Tätigkeit seit dem Verlassen des Präsidentenpalastes zu beantworten.

Er leugnete auch, den Senat bei seinem letzten Auftritt im September belogen zu haben. Benalla wird vorgeworfen, mit den Diplomatenpässen über 20 Mal unrechtmäßig nach Beendigung seiner Tätigkeit für Macron verreist zu sein.

Benalla hatte für Skandale gesorgt, nachdem er dabei gefilmt worden war, wie er mit aufgesetztem Polizeihelm einen Demonstranten verprügelte.

Daraufhin wurde er wegen Körperverletzung und Amtsmissbrauchs angeklagt. Kurz darauf tauchte ein skandalöses Foto auf, das ihn mit einer jungen Frau zeigt, auf deren Kopf er eine Waffe richtet, obwohl er nicht berechtigt war, eine zu tragen.

Letzte Woche hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen missbräuchlicher Verwendung von dienstlichen Dokumenten gegen ihn aufgenommen.

Vor der Senatsanhörung weigerte sich Benalla wiederholt, Fragen zur Beschaffung der Diplomatenpässe und Tätigkeiten nach der Beendigung seines Arbeitsverhältnisses bei Macron zu beantworten.

"Aus offensichtlichen Gründen der Vertraulichkeit und auch, weil es nicht Gegenstand der Ermittlung ist, die im Kompetenzbereich einer Senatsuntersuchung liegt, werde ich diese Frage nicht beantworten", sagte er.


Er soll sich unter anderem nach Verlassen des Elysee-Palastes während einer Reise in den Tschad im Dezember 2018 mit dem Präsidenten des afrikanischen Binnenstaates, Idriss Deby, getroffen haben. Im September hatte er bei einer Senatsanhörung angegeben, dass seine Diplomatenpässe in die Verwaltung zurückgebracht worden seien. Er beharrt dennoch darauf, nicht gelogen zu haben, denn er habe im September nur gesagt, dass er denke, dass sie dort abgegeben wurden, was einen Unterschied ausmache.

"Ich sagte 'Ich denke'", erklärte er und fügte hinzu: "Denken bedeutet nicht, zu bestätigen."

Alexandre Benalla geriet im Juli 2018 in die Schlagzeilen, als ein Video auftauchte, auf dem er eine Polizeiarmbinde trägt und Teilnehmer einer Demonstration im Mai 2018 attackiert. Er wurde trotzdem erst im August aus der Verwaltung entlassen. Er selbst behauptet, dass ihm zwei seiner Diplomatenpässe, mit denen er besagte Reisen unternahm, die ihm im Oktober ein Mitglied des Präsidentenbüros auf der Straße in einem Umschlag überreicht hatte, neben persönlichen Gegenständen aus seinem ehemaligen Büro. Er behauptet außerdem weiterhin mit Macron persönlichen Kontakt gepflegt zu haben. Sie sprachen laut Benalla sogar über die Gelbwesten. Der französische Präsident streitet dies ab.

Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen