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"Es sah aus wie im Bürgerkrieg" – Heftige Zusammenstöße bei Gelbwesten-Protesten in Frankreich

"Es sah aus wie im Bürgerkrieg" – Heftige Zusammenstöße bei Gelbwesten-Protesten in Frankreich
Wie für das neue Jahr angekündigt, sind die Anti-Regierungsproteste der sogenannten Gelbwesten mit neuer Kraft in mehreren Städten Frankreichs gestartet. Es kam zu teils schweren Zusammenstößen mit der Polizei, während Anhänger der Demonstranten Straßen blockierten, Barrikaden errichteten, Polizisten mit Gegenständen bewarfen und öffentliches sowie privates Eigentum zerstörten. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein sowie Schlagstöcke bei direkten Konfrontationen.

Aufnahmen aus Paris nach den Zusammenstößen zeigen verbrannte Motorroller, einen umgekippten PKW sowie eine brennende Barrikade. Ein Ordner der Gelbwesten-Demonstration verglich die Zusammenstöße mit einem Bürgerkrieg und meint, die Polizei agiere feindlich gegen sie.

Am Anfang war es ruhig heute. Den Leuten wurde gesagt, sie müssten ihre Versammlungen den Behörden melden und das würde unsere Sicherheit garantieren. Wir haben die Versammlungen angemeldet. Aber wo war denn dann unsere Sicherheit? Die Dinge gerieten überall außer Kontrolle. Sie benutzten Tränengas gegen uns, es sah aus wie ein Bürgerkrieg. Sie haben uns angegriffen, benutzten Pfefferspray. Journalisten versuchten, innerhalb von Gebäude-Lobbys Schutz zu suchen, wurden aber rausgeschmissen. Es ist eine feindliche Situation und es ist schrecklich. Auf jeden Fall ist offensichtlich, dass diese Bewegung noch da ist. Sie verliert bis jetzt nicht an Kraft in 2019. Es geht immer noch weiter.

Auch in der Gemeinde von Saint-Nazaire gingen Hunderte Demonstranten in gelben Warnwesten auf die Straßen. Rund 500 Demonstranten blockierten die Brücke nach St. Nazaire, wie berichtet wird. Nach einer Stunde der Blockade zerstreute die Polizei die Demonstranten mit Tränengas. Danach versammelten sich die Demonstranten in der Innenstadt.

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Eine Mutter erklärt, warum sie auf die Straße zieht:

Auf jeden Fall glauben wir nicht mehr an die Regierung. Wir wollen, dass Macron und seine Bande verschwinden und die Regierung ausgewechselt wird. Wir können es nicht mehr ertragen. Vor 40 Jahren hatten wir die gleiche Situation. Ich bin 50 Jahre alt und kämpfe für meine Kinder. Ich sehe keinen anderen Grund, hier zu sein. Wir müssen diese Situation beenden.

In Lyon zogen Tausende "Gelbe Westen" hinaus zum Protest. Auch sie blockierten eine wichtige Straße – die Autobahn A7, die Lyon mit Marseille verbindet. Andere marschierten von Lyons zentralem Bellecour-Platz mit angezündeten Fackeln und Bannern, die den Rücktritt des französischen Präsidenten Emmanuel Macron forderten. Im Chor riefen sie: "Widerstand!"

Die Bewegung der gelben Weste entstand, nachdem Macron eine Erhöhung der Kraftstoffsteuer angekündigt hatte, um einen Übergang zu umweltfreundlicherer Energie zu fördern. Obwohl die französische Regierung die Steuererhöhungen ausgesetzt und andere Maßnahmen zur Beruhigung der Demonstranten angekündigt hat, wurden die Demonstrationen im ganzen Land fortgesetzt und richten sich mittlerweile allgemein gegen Austerität und die Regierung Macron.

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