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Lawrow: Washington toleriert nicht nur Kiews Aktionen, sondern provoziert sie

Lawrow: Washington toleriert nicht nur Kiews Aktionen, sondern provoziert sie
Der russische Außenminister Sergei Lawrow sagte gestern in Genf, dass es sehr "bedauerlich" sei, dass Washington die Aktionen von Kiew "toleriert" und "provoziert", als er die jüngste Forderung der USA, antirussische Sanktionen als Reaktion auf den Kertsch-Vorfall beizubehalten, kommentierte.

"Ich denke, dass es natürlich Washingtons Absicht widerspiegelt, jede Aktion von Kiew zu tolerieren und sie sogar zu einer Aktion zu provozieren. Es ist bedauerlich, denn kürzlich hat der russische Präsident Wladimir Putin dieses Thema angesprochen. Und es werden zu viele Fakten angesammelt, die belegen, dass Washington und einige andere europäische Hauptstädte bereit sind, alle Launen Kiews durchgehen zu lassen", sagte Lawrow.

Er betonte erneut, dass der Zusammenstoß der russischen und ukrainischen Marine-Schiffe in russischen Gewässern stattfand und dass diese Gewässer auch schon vor Ausbruch der Ukraine-Krise russische Gewässer waren, übrigens von allen Staaten anerkannt.

Papiere, die Russland veröffentlicht habe, würden klar zeigen, dass es sich um eine gezielte Provokation der Führungsriege in Kiew handelte, ebenso, dass ukrainische Schiffe sich zuvor, zuletzt im September, an die Regeln gehalten und die Genehmigung zur Passage beantragt hatten, so wie alle anderen Schiffe dies auch tun.

Lawrow meint, die Provokation "habe zum Ziel,einen Skandal zu schaffen, um geopolitische Ziele zu erreichen und innenpolitische Probleme des Regimes in Kiew zu lösen".

Die russische Küstenwache hat am Sonntag unter Anwendung von Waffengewalt drei ukrainische Schiffe aufgebracht und beschlagnahmt, nachdem diese in die russischen Gewässer des Schwarzen Meeres eingedrungen waren und mehrfache Warnungen und Umkehrbefehle ignoriert hatten. Drei der ukrainischen Besatzungsmitglieder gaben zu, Umkehrbefehle ignoriert beziehungsweise bewusst provokativ gehandelt zu haben. Mittlerweile ist auch bekannt und bestätigt, dass sich zwei ukrainische Geheimdienstmitarbeiter an Bord befanden und das Manöver koordinierten.

Unmittelbar nach dem Vorfall erklärte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, dass Russland die Ukraine militärisch angegriffen habe und ließ das Kriegsrecht ausrufen. Er fordert außerdem, dass Sanktionen gegen Russland verhängt werden und die NATO Kriegsschiffe ins Asowsche Meer entsendet, denn er befürchte einen „umfänglichen Krieg“ mit Russland.

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