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Schwere Ausschreitungen in Chemnitz – Hunderte ziehen nach angeblichem Migrantenmord auf die Straße

Schwere Ausschreitungen in Chemnitz – Hunderte ziehen nach angeblichem Migrantenmord auf die Straße
Innerhalb von wenigen Stunden kippte in Chemnitz, das sein Jubiläum mit einem Stadtfest feierte, die fröhliche Stimmung in Hass und Gewalt um. In der Nacht zu Sonntag war ein 35-jähriger Mann im Krankenhaus verstorben, nachdem er mit einem Messer attackiert worden war. Sein Tod brachte so viele wütende Menschen auf die Straße, dass die Polizei zeitweise nur zuschauen konnte, wie die aufgebrachte Menge durch die Stadt zog.

Das Stadtfest wurde vorzeitig beendet. Auslöser ist der Tod des 35-jährigen Daniel Hillig. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich schnell die Geschichte, dass er und zwei seiner Freunde einer Frau zu Hilfe kommen wollten, die am Rande des Stadtfestes von Männern mit angeblichem Migrationshintergrund belästigt wurde. Dann soll es zur Konfrontation gekommen sei, bei der Hillig und seine beiden Freunde schwere Verletzungen durch Messerstiche erlitten.

Daniel Hilligs Facebook-Profil wurde bereits in eine Erinnerungsseite umgewandelt, auf der Menschen Trost finden sollen, die ihn kannten:

Schwere Ausschreitungen in Chemnitz – Hunderte ziehen nach angeblichem Migrantenmord auf die Straße

Die Polizei Sachsen schreibt in ihrer Pressemitteilung von "einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten." Zuvor dementierte sie auf Twitter, dass der Auseinandersetzung eine Belästigung vorausging.

Hillig verstarb noch in der Nacht im Krankenhaus. Seine beiden Freunde sollen im Krankenhaus liegen und teilweise schwer verletzt sein. In Folge seines Todes kam es zu "mehreren Aufrufen in sozialen Medien", sich im Innenstadtbereich zu versammeln. Die örtliche AfD rief zur "Spontandemo gegen Gewalt" auf. Rund hundert Menschen kamen und demonstrierten friedlich.

Später soll auf der Facebook-Seite von "Kaotic Chemnitz" einem Fußballfanclub, der Ultras zugeschrieben wird, zur Versammlung für den Getöteten aufgerufen worden sein. Der Aufruf wurde scheinbar wieder gelöscht. Dennoch fanden sich gegen 16.30 Uhr rund 800 Personen am Karl-Marx-Monument zusammen. In den sozialen Netzwerken wurden mehrere Videos geteilt, die die aufgebrachte Menschenmenge zeigen, die durch die Straßen zieht und Parolen brüllt wie: "Das ist unsere Stadt!" Immer wieder sind ausländerfeindliche und rechte Parolen zu vernehmen: "Raus aus unserer Stadt", "Deutsch, sozial und national". Ein Mann brüllt "Für jeden toten Deutschen einen toten Ausländer."

Die Polizei konnte anfangs wenig gegen die Menschenmenge ausrichten und nur zuschauen, wie Augenzeugen das Geschehen beschreiben. Die Polizei berichtet: "Die Personengruppe reagierte nicht auf die Ansprache durch die Polizei und zeigte keine Kooperationsbereitschaft. Die Personen liefen über die Brückenstraße auf die Theaterstraße. Dort schwenkten die Personen unvermittelt in den Innenstadtbereich ab und bewegten sich quer durch die Innenstadt. Im Verlauf dieser dynamischen Phase war es auch zu Flaschenwürfen in Richtung der Polizeibeamten gekommen. Die Polizei war zu diesem Zeitpunkt zunächst nur mit geringen Kräften vor Ort."

Verstärkung kam dann aus Dresden und Leipzig. Es kam zu Zusammenstößen, wie diese Videoaufnahmen belegen:

Medienberichte besagen, dass aus der Gruppe heraus Jagd auf Menschen mit Migrationshintergrund gemacht wurde. "Rechte jagen Menschen" und "Übergriffe auf Migranten" heißt es dort. Ein Video soll zeigen, wie Rechte Ausländer jagen, die sie "Kanacken" nennen.

Die Polizei bestätigt, dass vier Anzeigen eingegangen sind – "zwei Anzeigen wegen Körperverletzung, eine Anzeige wegen Bedrohung sowie eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte."

Ob die oder der Täter gefasst wurden, ist bislang unbekannt. Die Polizei erklärte, dass lediglich zwei Verdächtige im Alter von 22 und 23 Jahren festgenommen wurden. Solange deren Tatbeteiligung aber nicht bewiesen ist, wolle die Polizei auch keine Angaben zur Nationalität der Männer machen.

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