Serbien: Jugendliche nehmen an erstem serbisch-russischem Militär-Camp teil

Serbien: Jugendliche nehmen an erstem serbisch-russischem Militär-Camp teil
Rund 30 Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren nehmen am ersten "Patriotischen Jugendcamp" in Zlatibor teil. In serbischen Medien ist die Rede von 44 Teilnehmern, beginnend ab zehn Jahren. Die Aufnahmen zeigen die Jugendlichen in der Natur. Das Camp ist das erste seiner Art in Serbien und findet nach dem Vorbild ähnlicher Camps in Russland statt. Das Training wird von serbischen und russischen Veteranen sowie patriotischen Gruppen organisiert und findet vom 9. bis 18. August statt.

Die Kinder lernen dabei grundlegende Techniken für das Überleben in der Natur, einschließlich Erster Hilfe, dem Verhalten in Kampfsituationen, wie man Gewehre abfeuert, sich mit Messern verteidigt und Orientierungslauf.

Einer der Teilnehmer erklärt: "Das ist großartig und sollte fortgesetzt werden, vor allem wegen uns Kindern, unserer Aktivität, unserer körperlichen Bereitschaft. Das ist eine gute Gelegenheit, dem Leben in der Stadt zu entfliehen: Spiele, Computer, Fernsehen bleiben zu Hause, wir lernen neue Dinge wie Überleben in der Natur, Erste Hilfe, neue Freunde finden, lernen, einander zu helfen."

Der Präsident der Vereinigung der Teilnehmer des bewaffneten Konflikts im ehemaligen Jugoslawien (USOYU) sowie Veranstalter des Camps, Željko Vukelic, erklärt zu den Lerninhalten des Camps: "Wir wollen ihr Wissen mit historischen Fakten bereichern. Wir halten verschiedene Vorträge über die Geschichte der serbischen Armee, die Geschichte der serbisch-russischen Freundschaft. Wir arbeiten viel an der Leibeserziehung, wie Kinder lernen können, fit zu werden, gesund zu leben, Sport zu treiben, etwas Kampfsporttechnik, Orientierung, Überleben in der Natur und vieles mehr."

Das Camp hat in der Region nicht nur Zuspruch erfahren, sondern teils auch heftige und widersprüchliche Reaktionen ausgelöst. Kritiker sprechen von einer "Militarisierung von Kindern" und sehen in dem Camp eine Art "russisches Propagandawerkzeug".

Die Organisatoren entgegnen ihnen, dass alles im Rahmen des Gesetzes stattfinde. Statt mit echten Sprengstoffen werde mit Attrappen gearbeitet, beziehungsweise mit Gummi-Gewehren und Aluminiumpistolen. Vukelic betonte, dass die Kinder nicht militarisiert werden, sonder in der Verteidigung geschult und zudem liege der Fokus auf dem Überleben und dem Aufenthalt in der Natur. Er wies darauf hin, dass es in "Ungarn, Belgien oder England" ähnliche Camps gäbe. 

Dem "Propaganda"-Vorwurf hielt er entgegen, dass sein Verein bereits mit ähnlichen Vereinigungen von Veteranen aus Kroatien und Bosnien und Herzegowina zusammengearbeitet hat und dass diese Art Camps der Freundschaft dienen.


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