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US-Strafzölle und freier Fall der Lira: Türkischer Präsident Erdogan sieht westliche Verschwörung

US-Strafzölle und freier Fall der Lira: Türkischer Präsident Erdogan sieht westliche Verschwörung
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte gestern, dass sein Land sich nicht von US-Präsident Donald Trump "herumkommandieren" lassen werde, als er die anhaltende diplomatische Auseinandersetzung zwischen seinem Land und den USA um den anhaltenden Hausarrest für den US-amerikanischen Pastor Andrew Brunson in Trabzon kommentierte.

"Sie versuchen, ihre Beziehungen zu 81 Millionen Menschen für einen Pastor mit Verbindungen zu Terrororganisationen zu opfern. [...] Wir werden demjenigen antworten, der der ganzen Welt einen Handelskrieg und neue Märkte zu erschließen, neue Unternehmen und Verbündete finden", so Erdogan.

Seit Freitag erlebt die Türkei eine finanzielle Schockwelle. Die türkische Währung, die Lira, hatte einen massiven, historischen Kursverfall erlitten und befindet sich auch am heutigen Montag weiter im Abwärtstrend. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht die Schuld an der nationale Finanzkrise bei westlichen Staaten. Am Donnerstag sagte er vor Anhängern, dass diese sich aber nicht sorgen sollten.

"Heute sind wir besser als gestern, morgen sind wir besser als heute. Ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen. Verschiedene Manipulationen wurden durchgeführt. Ihr solltet nicht auf diese Machenschaften achten. Vergesst nicht, während sie ihre Dollars haben, haben wir unsere Leute, haben wir unseren Gott."

Außerdem betonte er, er werde "die Hände derjenigen brechen", die den Dollar, den Euro oder Gold "als Geschosse, Granaten oder Raketen missbrauchen".

Trump hatte am Freitag aus Protest gegen den anhaltenden Freiheitsentzug für Brunson die Verdoppelung der Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der Türkei angekündigt. Seit Mitternacht (US-Ostküstenzeit) sind die höheren Zölle nun in Kraft. Erdogan sagte dazu: "Lieber sterben wir als so einer niveaulosen und herabwürdigenden Intrige ausgesetzt zu sein. Er bedroht uns: Bis morgen liefert Ihr ihn [Brunson] aus. Was denkt Ihr, wer wir sind? Wir sind die Türkei! Was fällt euch ein?"

Der evangelikale Pastor wurde vor zwei Jahren wegen angeblicher Verbindungen zur verbotenen "Kurdischen Arbeiterpartei" (PKK) und zur Fethullah-Gülen-Bewegung verhaftet, die Erdogan für die Drahtzieher des Putschversuches von 2016 hält. Die Türkei fordert seit damals die Auslieferung des seit 1998 in den USA lebenden greisen Predigers, der jedwede Verwicklung in den gescheiterten Staatsstreich bestreitet. Die USA weigern sich, der Forderung nachzukommen, weil sie die Vorwürfe gegen Gülen nicht für ausreichend substanziiert erachten und nicht von einem fairen Prozess für diesen in der Türkei ausgehen. Kritiker meinen, Erdogan wolle nun den US-Pastor als Faustpfand instrumentalisieren, um die USA zur Auslieferung Gülens zu bewegen.

Seit Jahresbeginn hat die türkische Lira fast 40 Prozent an Wert verloren. Die türkische Regierung will heute einen Plan zur Beruhigung der Märkte vorstellen. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow wird heute in Ankara mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu zusammentreffen.

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