Israel: Ultra-orthodoxe Juden kollidieren bei Protest gegen Militärgesetz mit der Polizei

Israel: Ultra-orthodoxe Juden kollidieren bei Protest gegen Militärgesetz mit der Polizei
Hunderte ultra-orthodoxe jüdische Demonstranten blockierten am Montag die zentralen Straßen von Bnei Brak, um gegen die Verhaftung eines religiösen Studenten zu protestieren, der sich geweigert hatte, seinen Dienst beim israelischen Militär anzutreten. Die Einberufung basierte auf dem jüngst novellierten Militärgesetz.

Die Polizei trug und zerrte Demonstranten von der Straße und zerstreute die Menge mithilfe von Pferden und Wasserkanonen. Mindestens 20 Personen sollen verhaftet worden sein. Ein ähnlicher Protest hatte bereits am Donnerstag der Vorwoche in Jerusalem stattgefunden, als die Sicherheitskräfte 46 Personen verhafteten und ein Polizist verletzt wurde.
Nach israelischem Recht sind ultra-orthodoxe Juden von der Wehrpflicht befreit, während sie religiösen Studien nachgehen. Sie sind jedoch verpflichtet, sich in einem Rekrutierungsbüro einzufinden, dort einen Studiennachweis vorzulegen und einen Aufschub zu beantragen.
Anfang Juli wurde jedoch in der Knesset ein Gesetzentwurf verabschiedet, der militärische Einberufungsquoten auch für Jeschiwa-Schüler festlegt. Das Gesetz schreibt vor, dass eine Mindestzahl von Studenten in das israelische Militär aufgenommen wird, andernfalls würde die Regierung das jährliche Budget für religiöse Studenten reduzieren.

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