Russland: Tausende protestieren gegen Pläne zur Erhöhung des Rentenalters

Russland: Tausende protestieren gegen Pläne zur Erhöhung des Rentenalters
Demonstranten in Jekaterinburg, Kasan und Novosibirsk haben sich am Samstag gegen die Pläne der Regierung ausgesprochen, das Rentenalter für russische Bürger zu erhöhen.

Nach Angaben des russischen Innenministeriums nahmen an der Aktion in Jekaterinburg etwa 2.000 Menschen teil, 1.200 Demonstranten versammelten sich in Nowosibirsk. Es wurden keine Verstöße gegen die öffentliche Ordnung gemeldet.

Die genehmigten Proteste wurden von der Kommunistischen Partei Russlands organisiert. Die beabsichtigte Reform würde das Rentenalter für Männer bis 2028 schrittweise von 60 auf 65 Jahre und für Frauen bis 2034 und von 55 auf 63 Jahre erhöhen. Anfang dieses Monats äußerte sich der russische Präsident Wladimir Putin zu der Initiative. Er sagte, dass ihm "keine der Optionen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Rentenalters" gefalle.

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Er betonte jedoch, dass die Situation sich verschlechtern könnte, wenn keine Änderungen vollzogen werden, weil dann ab einem gewissen Zeitpunkt die Zahl der Beschäftigten in Russland auf die Gesamtzahl der Rentner gesunken sein würde. "Und zu diesem Zeitpunkt würde entweder das gesamte Rentensystem zusammenbrechen oder der staatliche Reservefonds, den wir jetzt brauchen, um das Rentendefizit zu decken", sagte Putin.

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