Brasilien: Letzter überlebender Indianer eines Amazonas-Stammes auf Video festgehalten

Brasilien: Letzter überlebender Indianer eines Amazonas-Stammes auf Video festgehalten
Die brasilianische Regierungsbehörde FUNAI hat am Freitag seltene Aufnahmen veröffentlicht. Sie sollen den letzten Überlebenden eines indigen Amazonas-Stammes zeigen, der seit 22 Jahren ohne Kontakt zur Außenwelt und allein im Amazonas-Gebiet lebt. Er gehört einem Stamm an, der seit den 1970er Jahren systematisch von Bauern und Landnehmern ausgemerzt wurde.

1995 waren fünf Menschen und die letzten bekannten Angehörigen seines Stammes getötet worden. Das Filmmaterial zeigt ihn halbnackt, wie er mit einer Axt einen Baum schlägt, bei scheinbar guter Gesundheit. Er soll etwa 55 bis 60 Jahre alt sein. Die Aufnahmen stammen allerdings bereits aus dem Jahr 2011, aber wie die Behörde mitteilte, sei man immer wieder auf Lebenszeichen des Mannes gestoßen, zuletzt im Mai. Er lebt in einem Gebiet, das unter Schutz gestellt wurde. Mitarbeiter lassen ihm regelmäßig nützliche Dinge, Werkzeuge und Samen da, die er laut diesen auch benutzt. Die brasilianische Regierung lässt die indigen Stämme und deren Wohngebiete schützen. Fast 700 solcher Schutzgebiete gibt es bereits. Es wird geschätzt, dass es unter den indigen Stämmen und Völkern etwa 80 Linien gibt, die ohne Kontakt zur Außenwelt leben. Seit den 1960er Jahren ließen Zehntausende der Ureinwohner ihr Leben. Ganze Stämme wurden für immer ausgemerzt, weil sie den Plänen von Holzfällern, Viehzüchtern und Bauarbeiten von Straßen in die Quere kamen.

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