Chaos in italienischer Kleinstadt: Hunderte Migranten schlafen auf der Straße

Chaos in italienischer Kleinstadt: Hunderte Migranten schlafen auf der Straße
Es sind hunderte Menschen in den Aufnahmen zu sehen. Sie alle sind Migranten, die am Straßenrand unter offenem Himmel schlafen. Entstanden sind die Aufnahmen in der norditalienischen Region Piemont. Hier sollen bis zu 400 Menschen in der Stadt Saluzzo mit ihren rund 17.000 Einwohnern auf der Straße schlafen, so die lokalen Behörden.

In Saluzzo halten sich rund 1.000 Migranten auf, von denen einige in Unterkünften des Rathauses und andere am Straßenrand wohnen.

"Uns ist kalt, und wenn es regnet, haben wir keinen Platz, an den wir gehen können", sagte ein Migrant aus Gambia.

Während die Migranten mit einer unzureichenden Anzahl an Unterkünften, rauen Wetterbedingungen und begrenztem Zugang zu Saisonarbeitsplätzen zu kämpfen haben, sucht die kleine italienische Stadt nach Wegen, um den schmalen Grat zwischen Gastfreundschaft, Ausbeutung von Neuankömmlingen und Belastungsgrenzen der eigenen Bevölkerung zu überwinden.

"Der Überschuss an Arbeitskräften erzeugt Ausbeutung", sagte das Mitglied des sogenannten Antirassistischen Komitees von Saluzzo, Emanuele. "Wir müssen uns um diese Arbeiter kümmern, die auf der Suche nach Saisonarbeitsplätzen durch Italien reisen", sagte er.

Der Bürgermeister von Saluzzo, Mauro Calderoni, zeigte sich optimistischer: "Die Vielfalt an Kulturen wächst, so dass es einen größeren Bedarf an Arbeitskräften gibt."

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