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Weg frei in NATO und EU: Mazedonien benennt sich auf Druck Griechenlands um und sorgt für Proteste

Weg frei in NATO und EU: Mazedonien benennt sich auf Druck Griechenlands um und sorgt für Proteste
Hunderte von mazedonischen Nationalisten protestierten am Mittwoch vor dem Parlament in Skopje. Der Premierminister des Landes, Zoran Zaev, hatte verkündet, dass seine Regierung eine Vereinbarung mit Griechenland dahingehend getroffen hätte, den offiziellen Namen des Landes in "Nordmazedonien" abzuändern. Damit wolle man einen langjährigen Streit zwischen beiden Ländern beilegen.

Demonstranten zündeten Fackeln an und zeigten zahlreiche Nationalflaggen und Banner, während sie bedrohliche Parolen gegen Zaev, die Griechen und die albanische Bevölkerung in Mazedonien skandierten. Mehrere Redner wandten sich abwechselnd an die Menge, wobei einer von ihnen über Zaev sagte, dies sei "die letzte Warnung". Angeblich wurde auch ein Molotow-Cocktail in Richtung Parlament geschleudert, der sich aber beim Aufprall offenbar nicht entzündete.

Viele Menschen in Griechenland protestierten seit der Unabhängigkeit des früheren jugoslawischen Teilstaats gegen den Namen "Mazedonien", da dieser einen territorialen Anspruch auf die gleichnamige Region Nordgriechenlands impliziere. Die Unabhängigkeitserklärung Mazedoniens von Jugoslawien erfolgte im Jahr 1991. Internationale Organisationen und Staaten, die den verfassungsmäßigen Namen "Republik Mazedonien" nicht anerkennen, bezeichnen das Land daher als "Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien" (FYROM).

Mit der Beilegung des Streits ist nun der Weg Mazedoniens in die NATO frei. Denn in Athen hatte man beschlossen, gegen die NATO-Mitgliedschaft und den Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen des Nachbarlandes solange sein Veto einzulegen, bis Mazedonien sich umbenennt. Die Einigung im Namensstreit kam nun auf Druck der EU zustande.

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