"Sie sind illegal" - Was Italiener zu Salvinis Hafen-Sperre für Migrantenboote sagen

"Sie sind illegal" - Was Italiener zu Salvinis Hafen-Sperre für Migrantenboote sagen
Die Bewohner der sizilianischen Hafenstadt Messina reagierten überwiegend positiv auf die Entscheidung von Innenminister Matteo Salvini, am Montag italienische Häfen für das Migrantenrettungsboot "Aquarius" zu schließen.

Das fragliche Schiff ist derzeit das einzige humanitäre Schiff im Mittelmeer, das nach einem koordinierten Vorgehen gegen die NGOs noch im Einsatz ist und am Wochenende 629 Migranten, darunter elf Kinder und vier schwangere Frauen, auf See auflas.

In zwei verschiedenen Einsätzen retteten die Helfer diese in Koordination mit der italienischen Küstenwache. Das Boot sollte in Sizilien anlegen, aber Salvini reagierte, indem er italienische Häfen schloss und sagte, Malta solle die Gestrandeten aufnehmen. Wie die Befragung vor Ort zeigt, findet sein Schritt viele Unterstützer.

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Salvo Cavallaro, ein Einheimischer, sagte: "Sie [die aufgegriffenen Flüchtlinge] müssen überprüft werden. Wir müssen wissen, wer ankommt. Diese 600 Leute, wir wissen nicht, wer sie sind. Nicht alle von ihnen sind ehrliche Menschen."

Eine andere, Natale Lombardo, meint: "Es ist nicht richtig, dass sie hier eindringen. Sie sind illegal."

Mehrere italienische Bürgermeister brachten unterdessen öffentlich ihren Willen zum Ausdruck, das Boot in ihren Städten anlegen zu lassen, darunter auch jener in Messina.

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