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Buh- und Jubelrufe - Wagenknechts Rede auf Linken-Parteitag sorgt für Wirbel

Buh- und Jubelrufe - Wagenknechts Rede auf Linken-Parteitag sorgt für Wirbel
Erneut sorgt eine Rede von Sahra Wagenknecht für Diskussionsstoff in ihrer Partei. Mal wieder geht es um Migration. Bei ihrer Rede auf dem Parteitag am gestrigen Sonntag in Leipzig soll es sogar Buhrufe gegeben haben.

Wagenknecht fordert ihre Mitstreiter dazu auf, ehemaligen Wählern, die sich von ihrer Partei abgewendet haben, wie zur AfD, nicht von oben herab zu begegnen, sondern alles dafür zu tun, um diese zurückzugewinnen und dem "Rechtsruck in Deutschland" entgegenzuwirken.

Wenn wir im Ruhrgebiet oder in den abgehängten Regionen des Ostens – das waren ja mal unsere Hochburgen – wenn wir dort an Rückhalt verlieren und wenn ausgerechnet die, deren Leben von der Agenda 2010 am schlimmsten verwüstet wurde, uns immer seltener ihre Stimme geben, wenn inzwischen mehr Gewerkschafter AfD als uns, wenn mehr Arbeiter und Arbeitslose AfD wählen als uns, dann finde ich, können wir uns nicht zurücklehnen und zur Tagesordnung übergehen. Und ich finde, es zeugt nicht von einer guten Diskussionskultur, wenn auf das Ansprechen solcher Probleme mit dem Vorwurf reagiert wird, da würde jemand Die Linke schlecht reden oder unsere Erfolge schmälern. Es geht doch nicht darum unsere Erfolge zu schmälern, sondern darum, gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir die Menschen zurückgewinnen, die wir in den letzten Jahren verloren haben.

Außerdem erklärt sie, dass eine Politik der offenen Grenzen nicht links sei, sondern "hoch-kapitalistisch", da durch diese ein Braindrain in den schwächeren Staaten verursacht und die Problematik so verschärft würde. In den Einwanderungsstaaten führe diese Politik zum Lohndumping. Sie zitiert Bernie Sanders und Jeremy Corbyn, die es ähnlich sehen. Das sieht ein großer Teil der Partei anders, besonders die "Linksjugend Solid". Ihre Mitglieder entrollten demonstrativ ein Banner mit der Aufschrift "Refugees Welcome – Racists not" und verließ nach eigenen Aussagen demonstrativ den Raum. Offenbar ist man dort der Auffassung, dass auch die langjährige Protagonistin der "Kommunistischen Plattform" in der Partei mittlerweile bereits den Tatbestand des "Rassismus" erfülle.

Mit 249 zu 250 Stimmen wurde in weiterer Folge eine Diskussionsstunde beschlossen. Delegierte konnten ihre Meinungen kundtun. Während die einen Wagenknecht beipflichteten, warfen die anderen ihr vor, der Linken zu schaden und gegen sie zu arbeiten. Alexander Neu kritisierte die "Aggressivität, mit der auf die Rede von Sahra Wagenknecht reagiert wurde" und dass Parteichefin Kipping für fragwürdige Aussagen nicht kritisiert würde.

Ich finde es sehr schwierig, immer auf eine Person, auf die beliebteste Politikerin in der Partei, immer so einzuhacken.

Wir zeigen die heißdiskutierte Rede in voller Länge:

Die Debatte zur Rede können Sie hier verfolgen:

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