Griechenland: Extremer Gewaltausbruch in Flüchtlingslager - Kurden verlassen aus Angst das Camp

Griechenland: Extremer Gewaltausbruch in Flüchtlingslager - Kurden verlassen aus Angst das Camp
Die Spannungen im Flüchtlingslager Moria in Lesbos sind nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen arabischen und kurdischen Asylbewerbern am Freitag extrem hoch. Viele der kurdischstämmigen Bewohner, hauptsächlich Familien, haben nach einem zuvor nie dagewesenen Gewaltausbruch letzten Freitag das berüchtigte Flüchtlingslager verlassen. Im Internet veröffentlichte Aufnahmen zeigen stark blutende Menschen.

Außerdem ist eine große Gruppe zu sehen, die die Flagge der FSA schwingt, einer Söldnergruppe, die in Syrien mithilfe der türkischen Regierung gegen kurdische Stellungen eingesetzt wird, bei denen es sich laut türkischen Aussagen um solche von Terroristen handelt. Zahlreiche Kurden wiederum bezeichnen die FSA selbst als Terroristen und insbesondere als ein Sammelbecken für radikale Islamisten.

Berichte, denen zufolge bei der Massenschlägerei am Freitag mindestens drei Kurden getötet worden sein sollen, wiesen die griechischen Behörden zurück. Einer der Männer zeigt, mit welcher Brutalität die Auseinandersetzung geführt wurde. Sein Rücken ist übersät von Gewaltspuren. Mittlerweile ist die Rede von zwei Dutzend Verletzten. Sieben davon seien schwer und vier sogar lebensbedrohlich verletzt worden, wie die FR schreibt.

Die Videoaufnahmen zeigen einen Teil der Geflüchteten. Rund 900 Menschen, darunter auch viele Jesiden, sollen nach dem Gewaltausbruch die Flucht nach Mytilini ergriffen haben. Zeugen sollen berichtet haben, dass sich in dem Camp auch zahlreiche IS-Anhänger befänden, mit wachsendem Einfluss. Vorwürfe muslimischer Lagerinsassen an die Kurden, den Fastenmonat Ramadan nicht einzuhalten, sollen am Beginn der Eskalation gestanden haben.

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