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"Ich will brüllen, nicht weinen!" - Putin legt vor ausgebranntem Einkaufszentrum Blumen nieder

"Ich will brüllen, nicht weinen!" - Putin legt vor ausgebranntem Einkaufszentrum Blumen nieder
Der russische Präsident Wladimir Putin hat heute Morgen an der Gedenkstelle für die vielen Opfer des verheerenden Brandes in einem Einkaufszentrum in der sibirischen Stadt Kemerowo Blumen niedergelegt. Am Sonntagnachmittag war in dem großen Kinder-Spiele-Bereich im vierten Stock, in dem sich neben vielen weiteren Attraktionen auch Kinosäle und ein Streichelzoo befanden, ein Feuer ausgebrochen, der das ganze Stockwerk innerhalb kürzester Zeit mit dickem, giftigem schwarzem Rauch füllte.

Mindestens 64 Menschen starben, darunter viele Kinder. Interfax berichtet unter Berufung auf Behörden, dass die Anzahl der toten Kinder mindestens 40 beträgt. Überlebende berichteten davon, dass Notausgänge verschlossen waren und es keinen Feueralarm gegeben habe. Ein Wachmann soll diesen ausgeschaltet haben. Vier Personen wurden bislang im Zusammenhang mit dem Brand verhaftet.

Vor dem Einkaufszentrum haben hunderte Bürger Blumen und Stofftiere niedergelegt. Auch der russische Präsident Putin legte heute vor dem ausgebrannten und teilweise eingestürzten Einkaufszentrum Blumen nieder. Er ist, wie viele andere Bürger, wütend. "Ich will brüllen, nicht weinen", erklärte der Präsident vor dem Hintergrund der Tragödie. Bei seinem heutigen Treffen mit Verantwortlichen aus Kemerowo sagte Putin, das kriminelle Nachlässigkeit zu der Tragödie geführt habe.

"Was sich hier ereignet hat, ist kein Krieg oder eine plötzliche Methangas-Explosion in einer Mine. Menschen, Kinder, kamen hierher, um sich zu entspannen. Wir sprechen [dauernd] über die Bevölkerungsentwicklung, und wir verlieren so viele Menschen weshalb? Wegen krimineller Fahrlässigkeit und Schlamperei", sagte Putin.

Putin deutete auch an, dass Korruption im Spiel sein könnte und forderte eine gründliche Untersuchung. "Die Handlungen jedes Beamten müssen rechtlich beurteilt werden", sagte er. "Sie unterschreiben alles für Geld."

Viele der Menschen aus Kemerowo sind wütend und protestieren heute gemeinsam zu Tausenden in der Nähe des Einkaufszentrums. Dabei fordern sie Gerechtigkeit für die Opfer.

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