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Israel: Polizei räumt brutal Protest von orthodoxen Juden gegen Einziehung zur Armee

Israel: Polizei räumt brutal Protest von orthodoxen Juden gegen Einziehung zur Armee
Am Donnerstag brachen in der Stadt Bnei Brak Schlägereien zwischen israelischer Polizei und ultra-orthodoxen Demonstranten aus. Anlass waren jüngste Proteste gegen Einberufungen zum Militär in ihrer Gemeinde. Die Polizei ging zum Teil mit großer Härte gegen die Demonstranten vor, von denen einige auch ihre Kinder mitgebracht hatten.

Mindestens 15 Demonstranten sollen bei den Zusammenstößen verhaftet worden sein. Die Polizei feuerte auf die Demonstranten zudem ein Wasser-Gemisch, das mit einer faulig riechenden Substanz versetzt war.

Asher Orbach, einer der Protestler, erklärte: "Wir wollen ultra-orthodox bleiben. Gott hat uns aus Ägypten herausgeführt, gab uns die Tora und wir wollen nach der Tora leben. Wir werden uns nicht ergeben, wir werden gegen den Staat kämpfen, bis sie zusammenbrechen, wir sind bereit, dafür zu sterben. Wir werden weitermachen und uns nicht bewegen, wir werden nach der Tora leben, so wie sie uns auf dem Berg Sinai gegeben wurde. […] Ich bin froh, verhaftet zu werden, ich wurde ein paar Mal verhaftet, sie sind wütend, aber wir werden gewinnen."

Es war der jüngste in einer Reihe von Protesten, die die Befreiung ultra-orthodoxer junger Männer vom Eintritt in die israelische Armee fordern, nachdem bereits in den vergangenen Monaten mehrere Männer aus deren Reihen wegen der Verweigerung des Militärdienstes verhaftet worden waren.

Der Militärdienst in Israel ist für alle Männer und Frauen, die 18 Jahre alt sind, Pflicht, aber als das Land 1948 gegründet wurde, erlaubte sein erster Premierminister David Ben-Gurion 400 ultra-orthodoxen Juden, den Pflichtdienst zum Zwecke des Studiums der Tora zu umgehen. Aus dieser nicht als Präzedenzfall gedachten Ausnahme entwickelte sich eine Art ungeschriebenes Gewohnheitsrecht, wonach Angehörige ultra-orthodoxer Gemeinden keinen Wehrdienst ableisten mussten.

Im September 2017 entschied der Oberste Gerichtshof Israels jedoch, dass Ausnahmen für ultra-orthodoxe Juden verfassungswidrig seien.

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