Syrien: Dankesgebete und Maschinengewehr-Donner - FSA zieht triumphierend in Afrin ein

Syrien: Dankesgebete und Maschinengewehr-Donner - FSA zieht triumphierend in Afrin ein
Die Stadt Afrin mit rund 400.000 Einwohnern ist von der Türkei und den von Ankara unterstützten Kämpfern der so genannten Freien Syrischen Armee zumindest in Teilen eingenommen worden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht von einer vollständigen Eroberung. Aufnahmen, die am Sonntag in der Stadt entstanden sind, zeigen FSA-Kämpfer, die triumphierend nach ihrer achtwöchigen Offensive gegen die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) in die Stadt einziehen.

Sie erklärten, dass sie die volle Kontrolle über mehrere Stadtteile erlangt haben. Einige der Kämpfer hissten in der syrischen Stadt eine türkische und die FSA-Flagge. Andere schossen mit Maschinengewehren, während andere Gott dankend zu Boden fielen. Laut lokalen Medien soll der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan heute außerdem erklärt haben, dass das Zentrum Afrins "vollständig unter der Kontrolle" der türkischen Streitkräfte und deren Söldnern der FSA stehe. Laut einem Sprecher der stark islamistisch beeinflussten FSA-Miliz haben sich die YPG anscheinend aus der Stadt zurückgezogen. Auch rund die Hälfte der Zivilbevölkerung soll die Stadt zuvor verlassen haben.

Die YPG hatte gestern noch von heftigen Bombardements durch die türkischen Streitkräfte in der Stadt berichtet und Videoaufnahmen von eingestürzten Wohnhäusern veröffentlicht:

Diese Aufnahmen sollen ein Krankenhaus in Afrin zeigen, das durch den türkische Beschuss beschädigt wurde. Von türkischer Seite wurden die Vorwürfe abgestritten:

Ihre so genannte Militäroperation "Olivenzweig" hatte die Türkei am 20. Januar begonnen.