Aus Protest gegen Ausbeutung - Berliner Kollektiv ruft zum Klauen in Discountern auf

Aus Protest gegen Ausbeutung - Berliner Kollektiv ruft zum Klauen in Discountern auf
"Euren Profit macht Ihr mit Diebstahl und den stellt Ihr ganz legal bei Euch ins Kühlregal", heißt es in einem der Kampagnenvideos von "Peng!". Dahinter steht eine selbsternannte "Kunst- und Aktivismusgruppe", die "mit unkonventionellen Kampagnentaktiken zivilen Ungehorsam fördert". Die Gruppe hatte in der Vergangenheit auch dazu aufgerufen, Flüchtlinge über die Grenzen zu schmuggeln. In ihrer neuesten Kampagne ruft sie dazu auf, in Discountern zu stehlen.

Ihre neuen Feindobjekte sind "die vier großen Discounter Lidl, Edeka, Aldi und Rewe". Genauer genommen die dort zu Spottpreisen angebotenen Artikel wie Orangen, Bananen, Tee, Kaffee, Blumen, Tomaten, Wein und Schokolade. All dies sind laut dem Kollektiv Produkte, die die Discounter unter menschenunwürdigen Bedingungen produzieren lassen und die "auf moderner Sklaverei" basieren. Das Kollektiv hat eine klare Forderung: "Wir müssen Unternehmen in Deutschland verklagen können, wenn sie uns Produkte anbieten, für die andere Menschen mit ihren Grundrechten bezahlen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage gibt es sogar bereits. Doch fehlt der Wille, sie umzusetzen. Dabei wäre genau ein solches Gesetz auch eine Chance, Fluchtursachen im Ursprungsland dieser Ursachen zu bekämpfen: in Deutschland. Deshalb geht Deutschland klauen. [...] Deshalb kehren wir die Ausbeutung symbolisch um. Wir klauen gezielt Produkte und geben das Geld dafür dorthin, wo es hingehört: an Gewerkschaften im globalen Süden."

Das Kollektiv veröffentlichte bereits verschiedene Videos zur Klau-Kampagne:

Hier werden potenziellen Kampagnenteilnehmern die besten Diebstahlstaktiken gezeigt:

Offenbar ist es den Aktivisten sogar gelungen, eine Radiowerbung zum kollektiven Diebstahl in einem Edeka-Markt in Leipzig schalten zu lassen:

"Eure Moral ist nur Fassade, weil Ihr selber täglich klaut", heißt es im Musikvideo zur Aktion:

Das Kollektiv hatte bereits in der Vergangenheit für Aufsehen gesorgt, als es in einem Kampagnenvideo forderte, Flüchtlinge über die Grenzen zu schmuggeln:

Bei anderen Aktionen hatte die ultralinke Vereinigung Beatrix von Storch von der AfD "getortet" oder auch über eine Drohne Flugblätter über dem NSA-Gebäude, dem so genannten Dagger Complex in Darmstadt, abwerfen lassen.

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