Hamburg: Antifa und Kurden protestieren gegen Kulturfest der nationalistischen Grauen Wölfe

Hamburg: Antifa und Kurden protestieren gegen Kulturfest der nationalistischen Grauen Wölfe
Rund 200 Protestler sind gestern gegen ein Treffen der nationalistischen türkischen Grauen Wölfe im Class Hotel in Hamburg-Veddel auf die Straße gezogen. Pro-kurdische Vereinigungen und "Antifa"-Aktivisten hatten sich zum Protest gegen ein Kulturfest der in Deutschland aktiven, der MHP nahe stehenden Organisation ADÜTDF zusammengetan. Die MHP, die Partei der Nationalistischen Bewegung, gilt als politischer Arm der Grauen Wölfe.

In dem Demo-Aufruf der Antifa hieß es: "Die Organisatoren sind mit der türkisch-faschistischen Partei MHP verbunden, deren Anhänger (Graue Wölfe) offen zum Genozid an der kurdischen Bevölkerung aufrufen. Der Veranstaltung soll ganz im Sinne des türkischen Nationalismus auch den aktuellen Angriffskrieg auf Afrin legitimieren. Wir dulden keine faschistische Propaganda! Weder hier noch sonst wo."

Die Demonstranten brachten Protestplakate mit Aufschriften wie "Schulter an Schulter gegen den Faschismus" und "Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Faschismus" mit. Am Ende versammelten sie sich gemeinsam zum Protest vor dem Hotel, wo die ADÜTDF (Föderation der Türkisch‑Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland) ihr so genanntes Kulturfest veranstaltete.

Die ADÜTDF steht unter Beobachtung mehrerer deutscher Nachrichtendienste, da sie der türkischen ultranationalistischen Partei MHP und ihrer Bewegung der Grauen Wölfe nahe steht. In Deutschland sind über 300 Vereine mit fast 19.000 Mitgliedern aktiv, die der so genannten Idealistenbewegung zugehören. Sie werden durch drei Dachorganisationen vertreten - eine davon ist die ADÜTDF. Von den Auslandstürken in Deutschland stimmten bei den letzten Wahlen allerdings weniger als zehn Prozent für die MHP oder deren Abspaltung BBP.

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen