Vermählungen bereits in 17 Ländern: Frauen und Männer heiraten Bäume

Vermählungen bereits in 17 Ländern: Frauen und Männer heiraten Bäume
Eine Gruppe mexikanischer Frauen hat am Sonntag in San Jacinto Amilpas den Traualter beschritten. Bis hierhin nichts Ungewöhnliches, doch den ewigen Bund der Liebe gingen die Bräute nicht mit Männern ein. Die in traditionellen weißen Hochzeitskleidern herausgeputzten Frauen waren zusammengekommen, um sich von dem peruanischen Umweltaktivisten und Schauspieler Richard Torres mit Bäumen verheiraten zu lassen.

Bei der Hochzeitszeremonie durfte auch der traditionelle Kuss nach dem Ja - in diesem Fall ist nur ein solches nötig - fehlen. Was auf dem ersten Blick zumindest skurril, wenn nicht sogar verrückt erscheint, ist in Wahrheit eine Protestaktion. Die Teilnehmer der Zeremonie wollten möglichst medienwirksam ein Zeichen für Umweltschutz setzen, denn "jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde wird unsere Mutter Erde vernichtet", wie eine der Baum-Gemahlinnen erklärt.

Torres hat ähnliche Zeremonien auf der ganzen Welt, in insgesamt 17 Ländern, durchgeführt und selbst mehrere Bäume geheiratet. Die erste Baum-Hochzeit wurde angeblich 2013 in Argentinien durchgeführt. Während die Vermählungen als solche rechtlich nicht bindend sind, basieren die symbolischen Hochzeiten auf traditionellen Inka-Bräuchen. Torres führt die Zeremonien durch, um das Bewusstsein für die Entwaldung zu schärfen und die Sorge um die Umwelt zu fördern.

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