Athen: Zunehmende Spannungen wegen NATO und Türkei - Tausende marschieren gegen Krieg

Athen: Zunehmende Spannungen wegen NATO und Türkei - Tausende marschieren gegen Krieg
Tausende Menschen sind gestern in Athen "gegen Krieg, Imperialismus und die NATO-Mitgliedschaft" auf die Straße gezogen. Entgegen dem offiziellen NATO-Selbstverständnis eines Verteidigungsbündnisses, das seinen Mitgliedern Sicherheit vermittelt, empfinden die Demonstranten ihre Sicherheit durch die NATO-Mitgliedschaft eher als bedroht und bezeichnen das Militärbündnis als "imperialistisch".

Die Protestmenge versammelte sich vor dem griechischen Parlament und zog dann an der US-Botschaft vorbei, die unter schwerem Polizeischutz stand. Zum Protest aufgerufen hatte die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE).

Ein Angehöriger der griechischen Streitkräfte erklärte vor der Kamera:

Sie sagen uns, dass es keine Alternative gibt zur Mitgliedschaft unseres Landes in der NATO, denn die NATO gewährleiste die Sicherheit und Stabilität unseres Landes in der Region. Wir fühlen uns aber nicht sicher angesichts der provokanten Äußerungen unseres NATO-Partners, der Türkei, die den Vertrag von Lausanne und unsere souveränen Rechte in der Ägäis in Frage stellt und in Wirklichkeit ihre Aggressivität verstärkt.

KKE-Generalsekretär Dimitris Koutsoumbas sagte der versammelten Menge, dass Griechenlands Beteiligung an der NATO zu Konflikten mit Russland führen könnte, denn diese arbeite stets daran, Russland einzukreisen.
"Es ist kein Zufall, dass in den letzten Jahren jede Entscheidung der NATO, die die griechische Regierung mitgetragen hat, eine militärische Vorbereitungshandlung mit dem Ziel war, Russland einzukreisen", sagte Koutsoumbas.

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