Afrin: Vor türkischen Bombardements geflüchtete Christen finden Unterschlupf in Kirche

Afrin: Vor türkischen Bombardements geflüchtete Christen finden Unterschlupf in Kirche
Die "christliche Kirche des Guten Hirten" in Afrin beherbergt kurdische Syrer, die aufgrund jüngster Bombenangriffe aus ihren Häusern fliehen mussten. Viele Menschen aus umliegenden Gebieten sollen auf Grund der türkisch geführten Militäroffensive ins Stadtgebiet geflüchtet sein. Die Türkei hatte am 20. Januar den kurdischen Milizen in der Region den Krieg erklärt und mit dem Einmarsch begonnen.

Die Aufnahmen vom Sonntag zeigen unter anderem Diyar Khaddan, einen Kirchendiener. Er erklärt: "Wir hatten eine Kirche in Raju und eine andere in Jindires, aber wegen des Beschusses in Raju wurde unsere Kirche dort zerstört. Die Menschen wurden gezwungen, nach Afrin zu gehen, weil die Granaten auch ihre Häuser zerstörten. Wir haben alle Zivilisten aus Raju und Jindires und anderen Gebieten unterstützt. Wir öffneten ihnen die Tür zur Kirche und empfingen hier Familien."

In der Region Afrin leben etwa 400 christliche Familien. Viele von ihnen waren gezwungen, in die Stadt zu ziehen und in der Kirche Zuflucht zu suchen, weil sie sich seit Beginn der türkisch geführten Operationen in der Region mit schweren Bombenangriffen konfrontiert sahen. Eine Christin, die vor dem Beschuss aus ihrem Dorf geflüchtet war, erklärte, dass sie nach Afrin kam, weil "über zehn Granaten ihr Dorf trafen und fünf Häuser zerstört wurden".

Ein Mann erklärt: "Viele Menschen wurden aus ihren Dörfern in die Stadt Afrin vertrieben, so dass die Menschen in Kellern, auf der Straße oder in unbewohnten Gebäuden schlafen. Es gibt kein Trinkwasser und keine sanitären Einrichtungen."

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