Italien: "Migration tötet" - Rechtsextreme und Polizei stoßen nach Mord an 18-Jähriger zusammen

Italien: "Migration tötet" - Rechtsextreme und Polizei stoßen nach Mord an 18-Jähriger zusammen
Zwischen der Polizei und rund 40 Mitgliedern der rechtsextremen Gruppe Forza Nuova ist es gestern Abend im Zentrum von Macerata zu Zusammenstößen gekommen. "Migration tötet" lautete der Titel einer Protestaktion, die nicht genehmigt wurde und die sich auf die Ermordung der 18-jährigen Pamela Mastropietro bezieht. Deren Leiche war Anfang des Monats zerstückelt in zwei Koffern gefunden worden.

Ein 29-jähriger nigerianischer Migrant wurde im Zusammenhang mit dem Verbrechen verhaftet. Aus Rachegelüsten hatte daraufhin ein 28-Jähriger in der Stadt aus einem Auto das Feuer auf afrikanische Migranten eröffnet und sechs verletzt. So genannte antifaschistische Demonstranten erwarteten die Mitglieder von Forza Nuova, die sich trotz Demonstrationsverbot im Stadtzentrum versammeln wollten. Die Polizei war gezwungen, einzugreifen, um zu versuchen, die beiden Seiten voneinander zu trennen.

An der rechtsextremen Kundgebung nahm auch der Mitbegründer und Vorsitzende der Forza Nuova, Roberto Fiore, teil. Er warf der Polizei vor, mit dem Angreifer unter einer Decke zu stecken, weil sie angeblich "die Arbeit der nigerianischen Mafia verrichtet, indem sie das Eigentum des wegen Mordes verurteilten Mannes schützt".

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