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Frau und Mutter bei Anschlag in Berlin verloren - Vater verlangt Erklärung für Umgang mit Anis Amri

Frau und Mutter bei Anschlag in Berlin verloren - Vater verlangt Erklärung für Umgang mit Anis Amri
Vor einem Jahr führte Terrorist Anis Amri einen Terrorangriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz durch. Er brachte zwölf Menschen um, verletzte Dutzende. Eines der Todesopfer war Nada Cizmarova, Mutter eines damals fünfjährigen Sohnes. Ihr Mann Petr Czimar äußerte sich gestern vor der Kamera und warf den Behörden Inkompetenz vor.

Er verlange Antworten auf seine Fragen und die Versicherung, dass sich ein solcher Anschlag beziehungsweise eine solche Fehlerkette bei den Ermittlungsvorgängen nicht wiederholen könne.  
Der Vater, der seit dem Attentat alleinerziehend ist, sagte: "Was mich wirklich wütend macht, ist das, was vor dem Terroranschlag passiert ist. Da es ziemlich bekannt war, dass diese Person gefährlich ist und dass die Behörden ihn trotzdem nicht festgenommen haben, ihn aus irgendeinem Grund oder vielleicht aus dem Grund, dass sie einfach nur inkompetent waren, nicht abgeschoben haben."

Die Angehörigen der Todesopfer haben sich in einem offenen Brief an die Regierung gewandt und deren Umgang mit dem Attentat kritisiert. So sei Bundeskanzlerin Merkel nie mit den Angehörigen der Opfer in Kontakt getreten, um ihnen zu kondolieren. Der Umgang durch die Behörden nach dem Anschlag mit Angehörigen wurde in dem Brief heftigst kritisiert.

Heute werden Angehörige der Toten ein Mahnmal an der Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz einweihen. Dabei symbolisieren ein goldener Riss im Boden die Narbe, die der Attentäter hinterlassen hat. Außerdem gibt es eine Trauerfeier, ein gemeinsames Gebet, eine Friedenskundgebung und weitere Aktionen. An den Gedenkfeierlichkeiten nehmen Politiker, darunter Bundeskanzlerin Merkel und Betroffene teil. Am Abend sollen die Glocken am Breitscheidplatz zur Uhrzeit des Anschlags zwölf Minuten lang läuten- pro Opfer eine Minute.

Der 24-jährige Flüchtling aus Tunesien, Anis Amri, war mit einem LKW in den überfüllten Weihnachtsmarkt gerast. Zwölf Menschen starben, 67 wurden verletzt. Amri floh nach dem Attentat nach Italien, wo er später bei einer Schießerei mit der Polizei getötet wurde. Nach dem Attentat waren erhebliche Ermittlungsfehler bekannt geworden. So soll Amri einem deutschen Geheimdienstler mitgeteilt haben, dass er ein Attentat plane und Menschen töten wolle. Dennoch konnte er auf freiem Fuß bleiben. Seit dem Terrorangriff werden überall in Deutschland Betonklötze um Weihnachtsmärkte aufgestellt. Sie sollen verhindern, dass Terroristen Attentate mit Fahrzeugen auf Weihnachtsmärkte verüben können.

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