"Diskriminierung der Armen" - Heftige Zusammenstöße in Griechenland wegen Zwangsversteigerungen

"Diskriminierung der Armen" - Heftige Zusammenstöße in Griechenland wegen Zwangsversteigerungen
Dutzende von Demonstranten sind am Mittwoch in Thessaloniki mit der Polizei zusammengestoßen. Vor dem Gebäude der griechischen Notarvereinigung protestierten sie gegen Zwangsversteigerungen. Die Demonstranten griffen die Polizeibeamten an und versuchten, die Polizeimauer zu durchbrechen, um in die Büros eindringen zu können.

Die Demonstranten marschierten auch durch die Hauptstraßen Thessalonikis, wo sie Transparente hochhielten, auf denen sie die Auktionen als diskriminierend gegenüber den Armen bezeichneten. Die Zusammenstöße brachen am ersten Tag einer Serie von Immobilien-Auktionen in Athen aus. Die Versteigerungen sind Teil der durch die Regierung verhängten Sparmaßnahmen. Die Demonstranten meinen, dass sie die Armen am härtesten treffen. In Thessaloniki sollen diese Zwangsversteigerungen ab nächster Woche beginnen.

Auch in Athen kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften der Polizei. Demonstranten hatten sich Zutritt zum Athener Amtsgericht verschafft, wo die Polizei Schlagstöcke und Tränengas gegen sie einsetzte. Drei Menschen wurden verletzt. Infolge der Zusammenstöße konnte nur etwa die Hälfte der rund 30 für den Tag geplanten Zwangsversteigerungen abgewickelt werden.

Betroffene von Zwangsversteigerungen sind Immobilienbesitzer, die das Geld für ihre Kreditraten nicht mehr aufbringen konnten.