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"Stop Orwell 2020!" - Netzaktivisten protestieren gegen Gesichtserkennung am Südkreuz in Berlin

Bürgerrechtsgruppen haben sich am Montag im Berliner Bahnhof Südkreuz versammelt, um gegen ein Pilotprojekt zur Gesichtserkennung zu protestieren, das deutsche Behörden im August gestartet hatten. Die Kundgebung zog eine starke Polizeipräsenz an. Die Demonstranten warnten vor einer möglichen Bedrohung der Bürgerrechte, da die gespeicherten "digitalen Gesichter" auch "gestohlen" und für zweifelhafte oder kriminelle Zwecke verwendet werden könnten.
"Stop Orwell 2020!" - Netzaktivisten protestieren gegen Gesichtserkennung am Südkreuz in Berlin

"Diese Daten können gestohlen werden, und auch diese Kameras können von Kriminellen benutzt werden. Es gibt keine richtige Sicherheit in dieser ganzen digitalen Agenda, sondern sie ist immer kritisch", sagte eine anonyme Demonstrantin.

Sie riet dazu, im Südkreuz-Bahnhof sein Gesicht zu schützen. "Hut und Sonnenbrille sind Dinge, die man im Winter tragen kann, oder etwa einen Schal. Und es ist nicht verboten, sie auch im Sommer zu tragen. Sie können einen schönen Hut kaufen, schöne Sonnenbrillen. Holen Sie sich einfach wieder Ihren eigenen Stil, dann sind Sie sicherer."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière besuchte im August den Bahnhof Südkreuz und erklärte, dass die neue Software nicht gegen Ladendiebe, sondern nur gegen Schwerverbrecher, Terroristen und Terrorverdächtige eingesetzt werden soll.

Organisiert haben den Protest die Aktionen "Freiheit statt Angst" und "Endstation". Sie kritisieren an dem Pilotprojekt am Südkreuz, dass es "mehr Möglichkeiten des Missbrauchs schafft und mehr Angriffsflächen bietet". Außerdem würden die "Mengen der erhobenen Daten deutlich größer sein" und damit auch der potenzielle Schaden steigen. Die Deanonymisierung schade außerdem einer Demokratie und stelle einen Schritt zu einem totalitären Machtinstrument dar.

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