Migrationskrise in Italien - Endstation Obdachlosigkeit: Hunderte Geflüchtete schlafen in Tunnel

Migrationskrise in Italien - Endstation Obdachlosigkeit: Hunderte Geflüchtete schlafen in Tunnel
Hunderte von Asylbewerbern schlafen seit August vergangenen Jahres in einem Tunnel in der italienischen Stadt Gorizia (Görz) an der Grenze zu Slowenien und warten auf die Entscheidungen über ihre Asylanträge. Die Mehrheit von ihnen kommt aus Pakistan, Afghanistan und Indien. Einheimische Freiwillige bringen ihnen Nahrungsmittel und medizinische Hilfe. Ein Asylbewerber beschrieb die Situation als "in der Hölle leben".

Viele von ihnen sind Asylbewerber, deren Aufenthaltserlaubnis in verschiedenen europäischen Ländern - darunter Deutschland, Frankreich und Österreich - abgelaufen ist. Sie mussten daher auf der Grundlage des Dubliner Vertrags nach Italien zurückkehren, der vorsieht, dass Asylbewerber im ersten Land bleiben müssen, in dem sie identifiziert worden sind.

In Görz soll die einzige Präfekturkommission ansässig sein, die alle Asylanträge in Nordostitalien prüft. Rund 400 Asylsuchende - vor allem pakistanische, afghanische und andere 'Dubliner', die von ganz Europa abgelehnt werden - warten nun schon seit Monaten in der Stadt darauf, etwas über ihr künftiges Schicksal zu erfahren.

Die meisten von ihnen sind in Gebäuden untergebracht, die die Ortskirche im Einvernehmen mit der Präfektur zur Verfügung gestellt hat, während andere keine andere Wahl hatten als sich im Bombi-Tunnel einzurichten.

Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.