Erschöpfte Polizisten protestieren vor Flüchtlingslager in Lesbos: "Wir sind am Ende"

Erschöpfte Polizisten protestieren vor Flüchtlingslager in Lesbos: "Wir sind am Ende"
Polizeibeamte haben sich am Dienstag zum Protest vor dem berüchtigtem Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos versammelt. Der Generalsekretär der Polizeigewerkschaft von Lesbos erklärte, die Polizei sei angesichts der "10.000 Flüchtlinge und Migranten, die Fehlverhalten an den Tag legen, plus den 90.000 Einwohnern der Insel Lesbos an ihre Grenzen gestoßen".

Er fügte hinzu: "Die Polizei von Lesbos ist an ihre Grenzen gestoßen, sie kämpft allein und mehrfach haben wir unsere Führung mit den Problemen konfrontiert. Wir haben bis jetzt keine Antwort bekommen, deshalb sind wir heute zu dieser symbolischen Demonstration außerhalb des 'Moria'-Hotspots gegangen, damit wir gehört und einige unserer Probleme gelöst werden."

Zudem richtete sich der Protest gegen die Verhaftung von vier Beamten, nachdem zwei Migranten letzte Woche die Flucht aus dem Anhaltezentrum von Moria gelungen war. Etwa 140 Personen werden derzeit in dem Lagerkomplex festgehalten, da entweder ihre Asylanträge abgelehnt oder sie wegen verschiedener Straftaten verhaftet wurden.

In dem berüchtigten Moria-Lager kommt es beinahe täglich zu Unruhen. In der Vergangenheit gab es Berichte, dass Polizisten von Bewohnern mit Steinen beworfen wurden. Außerdem hätten diese mehrfach kleine Brände gelegt. Selbst ihre Zelte sollen einige Flüchtlinge und Migranten in Brand gesetzt haben. Sie wollten so ihren Protest über die langen Bearbeitungszeiten der Asylanträge und ihre schlechten Lebensbedingungen kundtun. Auch unter den Bewohnern selbst kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen.

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