"Gays Against Guns" protestieren in Washington nach jüngsten Massenschießereien - mehrere Festnahmen

"Gays Against Guns" protestieren in Washington nach jüngsten Massenschießereien - mehrere Festnahmen
Mitglieder der Aktivistengruppe "Gays Against Guns" haben gestern vor dem Bürogebäude des Senats in Washington, D.C. gegen Waffengewalt protestiert. Als einige von ihnen das Gebäude stürmen wollten, um einen Flashmob zu veranstalten, im Rahmen dessen sie ihren Tod durch Erschießen zu inszenieren planten, wurden sie von der Polizei festgenommen.

Später erklärte Kevin Herzog, Mitbegründer von Gays Against Guns, dass der Protest eigentlich bereits nach dem Massaker von Las Vegas geplant worden sei, bei dem im Oktober 59 Menschen getötet wurden. Dann sprach er die Massenschießerei in Texas an, bei der ein Mann am Sonntagmorgen das Feuer auf eine Kirchengemeinde eröffnete. Er tötete 26 Menschen. Das jüngste Opfer war ein 18 Monate altes Baby.

Der Attentäter, Devin Kelley, war mehrere Jahre Soldat in der Luftwaffe. Aus dieser wurde er entlassen, weil er seine Frau und sein Stiefkind massiv schlug. Er bekannte sich schuldig, seinen Stiefsohn so schwer geschlagen zu haben, dass er dessen Tod in Kauf genommen hätte. Nach seiner Verurteilung saß er ein Jahr in Haft und hätte aufgrund dieser eigentlich keine Waffen mehr erwerben dürfen, was er jedoch trotzdem tat. Von Militärgerichten verhängte Strafen müssten eigentlich auch in einer entsprechenden Datenbank erfasst werden, was die Luftwaffe offenbar nicht rechtzeitig veranlasste.

Eine Aktivistin von Gays Against Guns erklärte, dass die Gruppe kein generelles Waffenverbot wolle, sondern ein Verbot so genannter Angriffswaffen sowie strengere Hintergrundüberprüfungen.

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