"Repression statt Demokratie": Puigdemont hält aus dem Exil eine besorgniserregende Ansprache

"Repression statt Demokratie": Puigdemont hält aus dem Exil eine besorgniserregende Ansprache
Der vor einer Woche abgesetzte katalanische Präsident Carles Puigdemont hat sich aus dem Exil in Brüssel mit einer besorgniserregenden Ansprache an die EU, die spanische Regierung und das katalanische Volk gewendet. Er forderte in einer Erklärung gestern in Brüssel die Freilassung der jüngst verhafteten katalanischen Politiker und ein "Ende der politischen Unterdrückung". Als "legitimer Präsident" warf Puigdemont der spanischen Regierung einen "ernsten Schlag gegen die Demokratie" vor.

Er betonte, dass solch ein Vorgehen wie jenes Madrids "inakzeptabel in einem demokratischen Europa des 21. Jahrhunderts" sei.

Es ist keine interne spanische politische Angelegenheit mehr. Es ist notwendig, dass die internationale Gemeinschaft und vor allem in Europa die Gefahren dieser Art von Verhaltensweisen erkennt.

Der "Zorn" des spanischen Staates "bedroht alles", so Puigdemont. Er warnte die Katalanen vor einer "langen und heftigen Repression", die ihnen nun bevorstehe. Er forderte sie auf, "ohne Gewalt, in Frieden und mit Respekt vor allen Meinungen und Menschen" dagegen anzukämpfen. Spanien hat gegen Puigdemont einen europäischen Haftbefehl erlassen. Ihm droht eine baldige Festnahme in Brüssel und die Auslieferung nach Spanien. In Spanien muss er eine Haftstrafe von bis zu 30 Jahren befürchten. Ihm werden Rebellion, Auflehnung gegen die Staatsgewalt und Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen.

Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.