Paris: "Keine Vergewaltiger-Ehrung!" - Femen protestieren halbnackt gegen Polanski-Retrospektive

Paris: "Keine Vergewaltiger-Ehrung!" - Femen protestieren halbnackt gegen Polanski-Retrospektive
Femen-Aktivistinnen haben am Montag gegen den Start einer retrospektiven Veranstaltung zu Ehren des Filmregisseurs Roman Polanski in der Cinematheque Francaise in Paris protestiert. Einige traten bei dem Protest, wie es für die Femen-Gruppe üblich ist, barbusig auf. Polanski wurde 1977 wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen angeklagt.

Die Tat soll sich im Haus seines Schauspieler-Kollegen Jack Nicholson ereignet haben. Polanski gab einen sexuellen Kontakt zu, flüchtete aber vor Verkündung des Strafmaßes ins Ausland. Erst Anfang Oktober erstattete auch eine Münchnerin Anzeige gegen Polanski. Dieser soll sie im Alter von 15 Jahren im Jahr 1972 vergewaltigt haben. Die Veranstalter in Paris halten trotzdem an der Retrospektive fest. Der Präsident der Cinémathèque erklärte, dass die Retrospektive nicht zur Debatte stehe und Polanskis Filme "unentbehrlich für das Verständnis der Welt und des Kinos" seien. Polanski selbst ging während seiner Rede auf der Veranstaltung nicht auf die Proteste ein.

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