Madrid: Faschisten versammeln sich gegen Katalonien und erinnern an alte Zeiten

Madrid: Faschisten versammeln sich gegen Katalonien und erinnern an alte Zeiten
Etwa hundert rechtsextreme politische Aktivisten feierten am Sonntag im Zentrum von Madrid den Jahrestag der faschistischen spanischen Falange und forderten die Einheit Spaniens angesichts der Bestrebungen für eine katalanische Unabhängigkeit. Die Falangisten versammelten sich vor einem Theater, sangen gemeinsam, hielten Flaggen hoch und zeigten den "Römischen Gruß", auch als Hitlergruß bekannt. Außerdem sehnten sie, wie in alten Zeiten, ein Vorgehen der Armee gegen Katalonien herbei.

Die Franco-Nostalgiker versammelten sich, um daran zu erinnern, dass "eine Gruppe von gebürtigen Spaniern", wie sie diese nennen, an demselben Tag und Ort 84 Jahre zuvor die "Flagge der Würde" gehisst hatte. Das Original, die Falange Espanola, wurde am 29. Oktober 1933 von José Antonio Primo de Rivera, Julio Ruiz de Alda und Alfonso Garcia Valdecasasas gegründet. Später wurde sie aufgelöst und in ein Bündnis einer Reihe nationalistischer und monarchistischer Parteien mit ähnlichen politischen Ansichten umgewandelt. Die Hauptfeinde der Falangisten waren die Linken des Landes, ihr Ziel ein zentralstaatlich organisiertes Spanien nach dem Vorbild des faschistischen Italiens, das keinen Raum für regionale Autonomiestatute bot. Die Falangisten verübten auch politische Attentate im ganzen Land, denen Journalisten, Polizisten und Richter zum Opfer fielen.

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