Berlusconi fordert mehr Autonomie für alle: "Staaten sind immer dem Volk fern und ineffizient“

Berlusconi fordert mehr Autonomie für alle: "Staaten sind immer dem Volk fern und ineffizient“
Der Chef der Partei Forza Italia und ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat gestern auf einer Pressekonferenz in Mailand seine Unterstützung für das bevorstehende Referendum über eine Autonomie der Region Lombardei und Venetiens zum Ausdruck gebracht. Berlusconi nannte den italienischen Staat "ineffizient" und zu weit vom Volk entfernt. Stärkere Autonomierechte in sämtlichen italienischen Regionen würden dem Volk besseres Gehör verschaffen können, so Berlusconi.

Mit Blick auf die Parlamentswahl Anfang 2018 sicherte Berlusconi seine Teilnahme an einer Allianz mit der rechtsgerichteten Partei Lega Nord zu, die für eine Föderalisierung Italiens ist, und schloss eine politische Einigung mit der Demokratischen Partei aus. Die Lega Nord, die beide Regionen regiert, hofft auf einen deutlichen Ja-Sieg und dadurch auf die Übertragung von Kompetenzen des Zentralstaates auf die Regionen, der die Regierung von Premierminister Paolo Gentiloni zustimmen müsste. Am Sonntag, dem 22. Oktober, werden die norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien ein Referendum über zusätzliche Formen der Autonomie gegenüber der italienischen Zentralregierung abhalten.

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