Kiew: Bizarrer Fackelzug ukrainischer Nationalisten zum 75. Jahrestag der UPA

Kiew: Bizarrer Fackelzug ukrainischer Nationalisten zum 75. Jahrestag der UPA
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew nahmen am Wochenende tausende von rechtsextremistischen Aktivisten am Marsch der Nationalisten teil. Auch Angehörige rechtsextremer Gruppen wie Swoboda beteiligten sich, um den 75. Jahrestag der Gründung der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) zu begehen. Die UPA ist nicht zuletzt aufgrund der Komplizenschaft mit Nazi-Deutschland umstritten.

Rund 10.000 Menschen nahmen an der Fackelprozession durch die Straßen von Kiew teil, etwa 5.000 Polizisten sicherten den Marsch. Die rechtsradikalen Parteien Swoboda (Freiheit), Prawy Sektor (Rechter Sektor) und Nazionalny Korpus (Nationalkorps) hatten zu Märschen im ganzen Land aufgerufen.

In den vergangenen Jahren fanden in der Ukraine immer mehr Aktionen zu Ehren der Entstehung der UPA statt. Die UPA (auch Ukrainische Aufstandsarmee) war eine 1942 gegründete Partisanen-Armee, die noch bis 1954 auf dem Gebiet der West-Ukraine gegen die Sowjetunion kämpfte und während des Zweiten Weltkrieges an Pogromen gegen Juden und Polen beteiligt war.

Aufgrund der Komplizenschaft mit Nazi-Deutschland und der Beteiligung an Massakern an Polen und Juden während des Zweiten Weltkriegs, ist die Gruppe auch innerhalb der Ukraine umstritten.