Blut, Tränengas & Vandalismus: Streiks und massive Proteste gegen Arbeitsmarktpolitik in Frankreich

Blut, Tränengas & Vandalismus: Streiks und massive Proteste gegen Arbeitsmarktpolitik in Frankreich
In Frankreich haben am Dienstag zahlreiche Angestellte des öffentlichen Dienstes im Rahmen eines Generalstreiks gegen massiven Stellenabbau ihre Arbeit niedergelegt. Tausende Menschen folgten dem Aufruf von Gewerkschaften und zogen derweil in Paris gegen die Arbeitsmarktpolitik der Regierung auf die Straßen – landesweit sogar zehntausende. Es kam mehrfach zu Zusammenstößen mit der Polizei sowie zu zahlreichen Sachbeschädigungen.

Durch die Streiks es zu massiven Behinderungen und Ausfällen im inländischen Flugverkehr, auch Schul- und Krankenhauspersonal streikte. Schüler blockierten Eingangstüren mit Mülltonnen, um den Generalstreik zu unterstützen. Die Polizei setzte mehrfach Tränengas gegen Demonstranten ein und nahm mehrere Personen fest. Die von Präsident Emmanuel Macron geplanten Reformen stießen in den letzten Wochen auf heftigen Widerstand bei Gewerkschaften, Studenten und Rentnern. Macron verteidigt dennoch seine Arbeits- und Steuerreformen. Diese seien notwendig, um Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Für den 19. Oktober sind erneute Proteste gegen die Reform des Arbeitsrechts angekündigt.