Italien: Neofaschisten halten Fackelmarsch vor „nicht autorisierter“ Moschee ab

Italien: Neofaschisten halten Fackelmarsch vor „nicht autorisierter“ Moschee ab
Dutzende Anhänger der neofaschistischen „CasaPound Italia“ haben am Mittwoch mit Fackeln gegen eine „nicht autorisierte“ Moschee in Esquilino, einem Stadtteil von Rom, demonstriert. Die Demonstranten behaupten, dass die Moschee-Gänger Drogen verkaufen. Außerdem wurden angeblich Passanten mit „gebrauchten Spritzen“ beworfen.

CasaPound Italia-Sprecher Davide di Stefano erklärte: „Es gibt ein Problem mit der unautorisierten Moschee, an der wir vorher marschiert sind. Es ist der gleiche Ort, an dem vor einer Woche ein Paar von einem betrunkenen Immigranten aus Mali oder Malaysia angegriffen wurde – woher genau ist immer noch nicht klar – weil sie sich vor der Moschee geküsst haben. Die Situation in dieser Gasse ist unerträglich geworden. Außerhalb der Moschee gibt es sogar zwei Gruppen von Drogendealern, eine aus Afrikanern und eine aus Filipinos.“

In Esquilino, einem Migranten-Viertel, befindet sich der Hauptsitz von CasaPound und zwar in einem besetzten Gebäude. Die Anti-Immigranten-Bewegung wurde im Jahr 2003 gegründet und zählt derzeit rund 5.000 Mitglieder, die sich gern als „Faschisten des dritten Millenniums“ erklären, mit dem Ziel, Mussolinis Erbe ins dritte Jahrtausend zu tragen.

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