Moskau: Wladimir Putin schaut bei "historischer" Zerstörung letzter russischer Chemiewaffen zu

Moskau: Wladimir Putin schaut bei "historischer" Zerstörung letzter russischer Chemiewaffen zu
Im Rahmen einer Telefonkonferenz mit der russischen Chemiewaffen-Entsorgungsanlage in der Nähe des Dorfes Kisner im Ural hat der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, am Mittwoch den letzten Auftrag zur endgültigen Vernichtung aller russischen Chemie-Waffen erteilt. Per Videoübertragung sah er bei deren Zerstörung zu. Somit hat Russland etwa 40.000 Tonnen an chemischen Kampfstoffen vernichtet.

Putin beschrieb den gestrigen Tag als historisch, da an diesem die letzten Reste dieser "barbarischen und tödlichen Waffen" in Russland vernichtet wurden. Er erklärte, dass Russland anderen Ländern dabei ein Vorbild sein wolle, diese Waffen zu ächten, nicht zu verbreiten und zu zerstören. Außerdem hoffe er, dass auch die USA ihrerseits ihren eingegangen Verpflichtungen nachkommen werden, ihre Chemiewaffen zu zerstören. "Die USA haben die Fristen zur Beseitigung [der Chemiewaffen] bereits dreimal verschoben, auch unter dem Vorwand fehlender Budgetmittel, was offen gesagt seltsam klingt. Aber wir erwarten, dass die Vereinigten Staaten und auch andere Länder ihre Verpflichtungen aus internationalen Abkommen erfüllen werden", so Wladimir Putin. Mit seinen Worten spielte er auf die Verpflichtungen aus dem Übereinkommen über das Verbot der Entwicklung, Herstellung, Lagerung und Verwendung chemischer Waffen und über deren Vernichtung in vollem Umfang an. Die Konvention zur Ächtung von Chemiewaffen ist seit 1997 in Kraft.

An der Telekonferenz nahmen unter anderem Michail Babich, der Vorsitzende der Staatlichen Kommission für Chemiewaffen, Waleri Kapaschin, der Leiter der Föderalen Direktion für die sichere Lagerung und Vernichtung chemischer Waffen beim russischen Industrie- und Handelsministerium, und Hamid Ali Rao, der stellvertretende Direktor der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen, teil.

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